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Mann und Frau vor einem Schild © Erlebnis-Zoo Hannover

Andreas M Casdorff und Kathrin Paulsen eroeffnen Afi Mountain im Erlebnis-Zoo-Hannover.

Afi Mountain

Zoo Hannover eröffnet neue Themenwelt

Das neue Schutzgebiet für die bedrohten Drills im Erlebnis-Zoo Hannover heißt "Afi Mountain". Seit Freitag, den 11. August, sind die Wege zum Regenwald für die Zoo-Besucher offen und laden zu einer spannenden Entdeckungstour im Nationalpark ein.

Mit der neuen Themenwelt "Afi Mountain" macht der Erlebnis-Zoo auf die Bedrohung der Affen Afrikas aufmerksam und stellt besonders den (noch) unbekannten und stark gefährdeten Drill vor. Denn Afi Mountain gibt es wirklich – im Südosten Nigerias liegt das Afi Mountain Wildlife Sanctuary, ein 117 km2 großes Naturschutzgebiet, in dem neben diversen Vogelarten auch Gorillas, Schimpansen, Meerkatzen und rund 500 der letzten 3.000 Drills leben.

Reise durch den Afi Mountain National Park

Die Themenwelt zeugt von der Vielfältigkeit des Orignials: Denn von der Savanne durch die Feuchtsavanne bis in den Regenwald, auf dem Weg zur Spitze des Berges von Afi Mountain durchqueren die Besucher des Nationalparks die verschiedensten Klimazonen Afrikas. Entlang mächtiger Baobabs, unter denen es sich eine Gruppe Schimpansen gemütlich gemacht hat, eröffnet hinter einer Wegbiegung eine riesige Baumwurzel den Pfad zu einer geheimnisvollen Felsenhöhle: Große und kleine Felsenöffnungen geben immer wieder den Blick frei auf ein Reich aus sattem Grün, moosbewachsenen Baumstämmen und einem leise plätschernden Bachlauf.

Aus dem grünen Dickicht taucht ein beeindruckendes Affenmännchen mit tiefschwarzer Gesichtsmaske auf: In den Wäldern von Afi Mountain leben die stark gefährdeten Drills – in dem letzten sicheren Rückzugsgebiet dieser Affenart. "Die großen und kleinen Panoramascheiben lassen die Barrieren zwischen Mensch und Tier optisch verschwinden, als Besucher steht man in der Felshöhle und ist inmitten der afrikanischen Affen. Es ist ein Wechsel aus Beobachten und Beobachtet-werden, ob durch die Felsspalten oder aus dem tiefen Grün des Regenwalds", beschreibt Andreas M. Casdorff das Erlebnis im Drill-Wald.

Bedrohung durch den Menschen

Doch auch in der Idylle des Afi Mountain National Parks, in der eindrucksvolle Primaten und bunte Vögel scheinbar unbeschwert leben, begegnen den Besuchern immer wieder die Probleme Nigerias, dem bevölkerungsreichsten Land in Afrika. Viele der tierischen Bewohner des Schutzgebiets sind vom Aussterben bedroht. "Wilderer machen Jagd auf Affen und verkaufen ihr Fleisch als sogenanntes "Bushmeat" in den Städten. Gleichzeitig wird der Lebensraum der Tiere immer kleiner, die Abholzung des Regenwalds schreitet immer weiter voran", berichtet Andreas M. Casdorff von der ernsten Situation am echten Afi Mountain. Mit Edutainment-Stationen, Fotoausstellungen, beeindruckenden Masken und einem Film wird Besuchern auf dem Rundweg durch den National Park diese Problematik nähergebracht. Demonstrationsplakate und imposante Figuren des Geheimen Gorillabunds zeigen, dass sich auch Einheimische für den Erhalt der Natur und Tiere in ihrem Land einsetzen.

Engagement für den Artenschutz

Hilfe aus Deutschland: Die Organisation "Rettet den Drill e.V." setzt sich für den Schutz und Erhalt des Drills in seinem natürlichen Lebensraum ein. Der Erlebnis-Zoo unterstützt bereits seit vielen Jahren die Arbeit des Vereins mit Sach- und Geldspenden: Die Mitarbeiter der Drill-Ranch wurden mit Tierpflegerkleidung aus dem Zoo ausgestattet, zusätzlich zu den 2.500 € des diesjährigen ZOO-RUNS gehen weitere 15.000 € die Drill-Ranch im Afi Mountain Wildlife Sanctuary, die durch heftige Stürme im Frühjahr stark getroffen und in Teilen verwüstet wurde. "Wir wollen den Menschen hier in Hannover über Afi Mountain erzählen und auf den notwendigen Schutz der Drills aufmerksam machen. Gleichzeitig leisten wir auch vor Ort Hilfe, um diese besondere Affenart zu erhalten", berichtet Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff über das Engagement des Erlebnis-Zoo. 

(Veröffentlicht am 10. August 2017, aktualisiert am 11. August 2017)