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Menschen auf einer Bühne, von der Decke fällt goldenes Konfetti. © Michael Matthey/Lumix

Goldregen: Prof. Rolf Nobel bei der Preisverleihung auf dem Lumix 2018.

Ausgezeichnete Fotoreportage

Hannoveraner gewinnt beim Lumix-Festival

Florian Müller gewinnt den mit 10.000 Euro dotierten "Freelens Award" beim Lumix Fotofestival 2018. In seiner Serie setzt er sich mit der Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken auseinander. Weitere Gewinner sind: Elena Anosova, Esa Ylijaasko, Ezra Acayan, Kyrre Lien, Ann Sophie Lindström, Zen Lefort, Aleksi Poutanen und Elias Holzknecht.

Ein Mann mit Bart und langen Haaren umarmt eine Frau und hält einen Pokal in die Luft. © Michael Matthey/Lumix

Kann sich über 10.000 Euro Preisgeld freuen: Florian Müller.

"Hashtags Unplugged - Von Lastern und Leitmotiven", so heißt die Gewinnerserie von Florian Müller. In seiner Reportage zeigt der Hannoveraner, was sich hinter der Welt der Hashtags auf Instagram, Facebook und Co. verbirgt und wie die User ihre Sehnsucht nach Aufmerksamkeit stillen. Die Jury wählte Müllers Dokumentation zur besten Arbeit des Festivals und verlieh ihm den "Freelens Award", der mit 10.000 Euro dotiert ist.

Drei lobende Erwähnungen

Drei weitere Arbeiten werden mit lobenden Erwähnungen geehrt, jeweils dotiert mit 1.000 Euro. Hier konnten sich Elena Anosova, Esa Ylijaasko und Ezra Acayan durchsetzen. Anosova zeigt in ihrer Serie das Leben in einer 100-Seelen-Gemeinde in Sibirien, welche von ihren Vorfahren gegründet wurde und bis heute jeglicher Modernisierung trotz. Ylijaasko zeigt das Leben einer Gruppe syrisch-kurdischer Flüchtlinge, die in runtergekommenen Häusern rund um die Süleymaniye-Moschee in Istanbul ein neues Zuhause gefunden hat. Acayan war für seine Serie auf den Philippinen und hielt die Auswirkung des Anti-Drogenkrieges des Präsidenten Duterte fest.

Ein alter Mann rasiert sich mit einem Handspiegel. © Elias Holzknecht / Lumix

Elias Holzknecht, aus der Serie "Josef".

HAZ-Publikumspreis

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) vergibt den Publikumspreis – 1.000 Euro erhielt die Reportage, die die Festivalbesucher am meisten berührt, begeistert oder unterhalten hat. In diesem Jahr war das die Reportage "Josef" von Elias Holzknecht. Holzknecht zeigt den Alltag von Josef, der seit 1978 allein in seinem alten Bauernhaus im österreichischen Längenfeld lebt. Seitdem hat sich sein Leben nicht viel verändert. Er hat weder fließend Wasser, noch eine funktionierende Heizung.

Lumix Multimedia Award

Das Elektronikunternehmen Panasonic stiftete den Lumix Multimedia Award für die beste Multimedia-Produktion. Über die 5.000 Euro Preisgeld kann sich Kyrre Lien freuen, er erhielt den Preis für seine Dokumentation "The Internet Warriors", in der er das Leben der Menschen beleuchtet, die im Internet ihrer Wut freien Lauf lassen. Die Fotografin Ann Sofie Lindström erhielt eine lobende Erwähnung für ihre intime Reportage über die Beziehung des in die Tage gekommene Cowboy Ricky und der wortgewandte Gretchen.

Lammerhuber Photography Award

Mit dem Lammerhuber Photography Award wird die Reportage ausgezeichnet, die auf eindrucksvollste Weise eine Alltagsgeschichte erzählt. Der Preis, gestiftet vom berühmten österreichischen Fotografen und Verleger Lois Lammerhuber, ist mit 5.000 Euro dotiert. Gewonnen hat Aleksi Poutanen für seine Serie über die Finnen und ihre Lieben zu Haustieren: Ob Hund, Alpaka oder ausgestopfter Wolf – in finnischen Wohnzimmern ist scheinbar alles zu finden.

Nachhaltigkeitspreis

DieUmweltDruckerei lobt 2018 zum zweiten Mal den "Nachhaltigkeitspreis" aus. Der mit 1.000 Euro dotierte Award zeichnet die Arbeit aus, die sich am eindrucksvollsten mit einem Thema aus den Bereichen Umwelt, Nachhaltigkeit und Soziales auseinandersetzt. Gewonnen hat den Preis der Fotograf Zen Lefort für seine Reportage über den Kampf der Lakota-Sioux-Indianer gegen den Bau einer Ölpipeline.