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Konzerte

Achtes Sinfoniekonzert und Konzertfest

Zum Abschluss der Spielzeit lädt das Niedersächsische Staatsorchester zum Konzertfest mit Musik von Reger, Debussy und Mahler am 30. Juni und 1. Juli ins Opernhaus.

Orchester. © Thomas M. Jauk

Das Niedersächsische Staatsorchester.

Im Zeichen der Jahrhundertwende steht das letzte Sinfoniekonzert der aktuellen Spielzeit am 30. Juni und 1. Juli im Opernhaus, in dem sich zunächst der Chor der Staatsoper Hannover unter der Leitung seines neuen Chordirektors Lorenzo Da Rio mit Raritäten der Chorliteratur präsentiert.

Rare Chorwerke: Reger, Debussy und Mahler/Gottwald

Max Regers drei Chöre op. 6, die sich in "Trost", "Zur Nacht" sowie "Abendlied" aufgliedern, gehörten zu seinen ersten Werken, die publiziert wurden. Claude Debussy orientierte sich mit den 1908 vertonten "Trois Chansons de Charles d’Orléans" an der großen Vergangenheit der französischen Musik für Vokalensemble. Als Textvorlage dienten Debussy die Dichtungen von Charles d’Orleans aus dem 15. Jahrhundert. Im Stile einer längst vergangenen Zeit komponierte Debussy drei Stücke für gemischten Chor a cappella: Im ersten Stück wird der Tradition der altfranzösischen Chansons Reverenz erwiesen, während das zweite an die Troubadour-Lyrik gemahnt und in der dritten Chanson vier Solo-Stimmen im Wechsel mit dem gesamt Chor einen polyphonen Satz ausführen. Mahler entdeckte nach 1900 die Gedichte von Friedrich Rückert als Inspirationsquelle, was die Entstehung mehrerer Orchesterlieder zur Folge hatte. Die Möglichkeit, Gustav Mahlers Rückert-Vertonung "Ich bin der Welt abhandengekommen" gleichfalls als Chorwerk aufzuführen, ist dem Musikwissenschaftler Clytus Gottwald zu verdanken, der das von Weltschmerz kündende Lied für 16-stimmigen Chor bearbeitete.

Gustav Mahlers 5. Sinfonie

Mahlers zwischen 1901 und 1903 entstandene, klanggewaltige 5. Sinfonie oszilliert zwischen Schöpfung und Destruktion, zwischen Lebensfülle und Tod; Mahler bezeichnete deren dritten Satz als "Chaos, das eine neue Welt gebart, die im nächsten Moment wieder zugrunde geht". Eine Trompetenfanfare eröffnet so den in cis-Moll notierten Trauermarsch des ersten Satzes. Der Lichtblick in Form einer triumphalen Choralmelodie im zweiten Satz führt allerdings nicht in heitere Gefilde, sondern bricht in sich zusammen. Geisterhafte Walzermelodien etablieren eine morbide Atmosphäre. Das unweigerlich mit Luchino Viscontis Verfilmung von "Der Tod in Venedig" assoziierte, verträumte Adagietto lädt zum Innehalten ein, bevor die Wiederaufnahme der Choralmelodie am Ende des Finalsatzes zur Realisierung eines alles bejahenden Freudentaumels führt.

Programm

Max Reger
3 Chöre op. 6

Claude Debussy
"Trois Chansons de Charles d'Orléans"

Gustav Mahler/Clytus Gottwald
"Ich bin der Welt abhanden gekommen"

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 5

Termin(e): 30.06.2018 ab 19:00 Uhr
01.07.2018 ab 17:00 Uhr
Ort

Opernhaus Hannover

  • Opernplatz 1
  • 30159 Hannover
Preise:
Eintritt 21,00 € – 41,00 €
Vorverkauf: