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Unser Lied für Israel

Fährt Carlotta Truman zum ESC?

Das Teilnehmerfeld für den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2019 ist komplett. Am 8. Januar gab der NDR überraschend einen weiteren Act bekannt: das Duo Sisters mit der Garbsenerin Carlotta Truman, die zusammen mit Laurita auftreten wird. 

Bislang waren sechs Kandidaten für die Entscheidungsshow bekannt, die in diesem Jahr erstmals seit 2011 an einem Freitag ausgetragen wird: Am 22. Februar kämpfen neben den Sisters noch Aly Ryan, BB Thomaz, Linus Bruhn, Gregor Hägele, Lilly Among Clouds und Makeda um das Ticket für das Finale in Israel. Moderatorinnen der Show, die ab 20:15 Uhr im Ersten übertragen wird, sind Barbara Schöneberger und Linda Zervakis; Peter Urban kommentiert.

Über die Sisters

Carlotta Truman aus Hannover gewann bereits mit zwölf Jahren den Deutschen Rock & Pop Preis in fünf Kategorien, u. a. als beste Solosängerin. Gemeinsam mit Revolverheld trat sie 2014 auf dem NDR 2 Papenburg Festival vor 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauern auf, in dem Jahr stand sie auch im Finale von "The Voice Kids". Anfang 2018 war sie in "Willkommen 2018" zusammen mit Alex Christensen und dem Berlin Orchestra live vom Brandenburger Tor im ZDF zu sehen.

Laurita kommt aus Königsau in Rheinland-Pfalz und wohnt inzwischen in Wiesbaden. 2002 konnte sie mit zehn Jahren den "Kiddy Contest" im ZDF für sich entscheiden. Nach Beendigung der Schule begann Laurita, eigene Songs zu schreiben, und bekam ihre ersten musikalischen Jobs – als Backing Vocal bei der Tour von  "The Voice of Germany". Aktuell ist sie Backing Vocal bei Lena. Zurzeit komponiert und produziert Laurita Songs für ihr erstes Album.

Hannover und der ESC

In der jüngeren Geschichte des europäischen Liederwettstreits, der 1956 als Grand Prix de la Chanson erstmals ausgetragen wurde, gab es immer wieder Bezüge zur niedersächsischen Landeshauptstadt.

2001: Trash vs. Schlager
Der Vorentscheid 2001 in der Preussag Arena (heute TUI-Arena) in Hannover wurde zum großen Showdown: Auf der einen Seite waren die klassischen Vertreter des deutschen Schlagers mit Michelle und Schützlingen von Ralph Siegel, auf der anderen die so genannte Spaßfraktion mit Hobby-Sänger Zlatko (aus der "Big Brother"-Show) und Rudolph Moshammer. Während die Trash-Promis vom Hallenpublikum ausgebuht wurden, löste Michelle mit der Schlagerschmonzette "Wer Liebe lebt" das ESC-Ticket und wurde in Kopenhagen passable Achte.

2010: Lena
Auch wenn die heutige Wahl-Berlinerin und ehemalige Wahl-Kölnerin eher als Kosmopolitin wahrgenommen wird, ist sie doch gebürtige Misburgerin und brachte mit ihrem Sieg 2010 in Oslo auch ein bisschen Glanz nach Hannover – und wurde sogar vom damaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff am Flughafen Hannover abgeholt. 

2013: Cascada gewinnt den Vorentscheid
Mit einer Nummer, die sehr deutlich an den Vorjahres-ESC-Sieger "Euphoria" von Loreen aus Schweden erinnerte, gewann Cascada den Vorentscheid, der in der hannoverschen TUI-Arena ausgetragen wurde. Beim ESC-Finale reichte es hingegen nur für Platz 21 (von 26).

2015: Eklat um Kümmert
Erneut wurde das Ticket zum ESC-Finale in der TUI-Arena gelöst. "The Voice"-Gewinner Andreas Kümmert gewann das Zuschauer-Voting haushoch – und erklärte dann der verdutzten Moderatorin Barbara Schöneberger, dass er lieber doch nicht zum Finale fahren wolle. Stattdessen fuhr die Zweitplatzierte Ann-Sophie nach Wien und wurde Vorletzte.

2016: Von Bennigsen nach Stockholm
Und wieder führte der Gewinn von "The Voice" direkt zum ESC. Nachdem Jamie Lee aus Bennigsen die Castingshow im Vorjahr gewonnen hatte, konnte sie auch die Zuschauer des ESC-Vorentscheids von sich überzeugen. Beim ESC-Finale in Stockholm gelang dies leider nicht: "Ghost" belegte mit elf Punkten den letzten Platz.

2018: Respektabler Dritter
Die Pleiten der Vorjahre führten zu einer Neuausrichtung beim deutschen ESC-Vorentscheid. Ein ausgeklügeltes Castingsystem mit anschließendem Song Writing Camp sollte zu besseren Songs mit besseren Chancen beim ESC-Finale führen. Mit dabei war Ryk aus Hannover, dessen Beitrag "You And I" viele Zuschauer für den anspruchsvollsten hielten. Ryk landete auf Platz drei, zum ESC-Finale nach Lissabon fuhr jedoch Michael Schulte, der dort mit "You Let Me Walk Alone" einen viel beachteten vierten Platz erreichte.