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Jahresvorschau 2019

Landesmuseum Han­no­ver: Bilanz und Ausblick

Steigerung der Besucherzahlen in 2018 und Vorfreude auf zwei große Sonderausstellungen in 2019 sowie auf ein neues Dach: Das Landesmuseum Hannover hatte am 10. Januar viel Positives zu berichten.

Rückblick

Ausstellungen: Im vergangenen Jahr hat das Landesmuseum Hannover durch die Bandbreite an Ausstellungsthemen seine Vielseitigkeit unter Beweis gestellt. Neben der kulturhistorischen Ausstellung "Silberglanz. Von der Kunst des Alters" und den Kunstgenüssen "Romantische Blicke. Deutsche Zeichnungen des 19. Jahrhunderts" und "Max Slevogt. Eine Retrospektive zum 150. Geburtstag" präsentierte das Haus in Kooperation mit der Klosterkammer Hannover die Jubiläumsschau "Schatzhüterin. 200 Jahre Klosterkammer Hannover", zeigte die Fotoausstellung "Glanzlichter - Naturfotografien 2018" und erweiterte mit "Die Tiefsee. Leben im Dunkeln" die naturkundliche Dauerausstellung. Resultat: Rund 120.000 Menschen haben das Landesmuseum Hannover im Jahr 2018 besucht. Damit konnte das WeltenMuseum am Maschpark seine Besucherzahlen erneut steigern und blickt auf ein erfolgreiches Museumsjahr zurück. 

 

Neuerwerbungen: Neben dem Ausstellen und Vermitteln gehört zu den originären Aufgaben der Museumsarbeit auch das Sammeln und Bewahren. In diesem Kontext konnte das Landesmuseum Hannover auch 2018 wieder zahlreiche Schenkungen, Leihgaben und Neuerwerbungen verbuchen. Die Neuerwerbung eines Gemäldes für die Landesgalerie und die Leihgabe wertvoller Schnitzwerke für die ethnologische Sammlung stechen dabei heraus. Mit dem monumentalen Gemälde "Bacchanale" von Lovis Corinth konnte das Landesmuseum Hannover im Januar 2018 ein Hauptwerk aus den Münchner Jahren des deutschen Malers erwerben. Gleichzeitig konnte das Museum damit eine Lücke in einer der weltweit größten Sammlungen von Werken dieses deutschen Impressionisten schließen. Mit 650.000 Euro handelte es sich bei Corinths "Bacchanale" gleichzeitig um die teuerste Neuerwerbung des Landesmuseums Hannover in der Nachkriegszeit.

Des Weiteren konnte eine wertvolle Malangan-Sammlung aus Hiltrup als Dauerleihgabe für die Sammlung der Ethnologie gewonnen werden. Auf der Insel Neuirland, die zu Papua-Neuguinea gehört, hat sich eine besondere Form der Trauerarbeit herausgebildet, die sich unter anderem in kunstvollen und sehr außergewöhnlichen Schnitzarbeiten manifestiert. Alles, was mit diesem Themenkomplex in Verbindung steht, wird als Malangan bezeichnet, sowohl die Trauerarbeit als auch die Schnitzwerke. Im Mutterhaus der Schwestern vom Heiligsten Herzen Jesu in Hiltrup befanden sich seit Ende der 1920er Jahre einige herausragende Malangan-Schnitzwerke. Ein Großteil davon wurde von den Patres Gerhard Peekel und Heinrich Fink gesammelt, die viele Jahre in Missionsstationen auf Neuirland tätig waren und daher besonders schöne Stücke direkt von den Eigentümern erwerben konnten. Diese Schnitzwerke befinden sich als Leihgaben im Landesmuseum und werden vom 20. Januar bis 3. März 2019 in einem Studioexperiment unter dem Titel "Kunst für den Tod. Die neuirischen Schnitzwerke aus Hiltrup" in ihrer Gesamtheit zu sehen sein, bevor eine Auswahl in die Dauerausstellung eingebracht wird.

Ausblick

Erneuerung der historischen Glasdächer: Der repräsentative Museumbau wurde 1902 am Rande des Maschparks im Stil der Neorenaissance von Architekt Hubert Stier errichtet. Um Licht und Klima für die Besucher und die Kunstwerke zu optimieren, beginnt das Landesmuseum ab März 2019, nach erfolgter Baufreigabe durch das Land, mit der Erneuerung der historischen Glasdächer. Die Baumaßnahme wird vom Staatlichen Baumanagement, sowie mehreren Ingenieurbüros betreut und vom Landesamt für Denkmalpflege begleitet. Bei der Erneuerung werden die betroffenen Dachbereiche neu eingedeckt und thermisch isoliert. Anschließend wird in den Oberlichtsälen eine Lichtdecke eingebaut. Die Baumaßnahme wird in zwei Abschnitte eingeteilt. Der erste Bauabschnitt ("Neue Meister") wird ab März 2019 vorbereitet. Die Erneuerung der Glasdächer im ersten Bauabschnitt wird voraussichtlich von August 2019 bis August 2020 dauern. In einem zweiten Bauabschnitt werden die Glasdächer über dem Bereich der "Alten Meister" im Zeitraum 2021/2022 erneuert. Museumsbesucher, die das "Dreigestirn des deutschen Impressionismus", Werke von Paula Modersohn-Becker oder Caspar David Friedrich sehen möchten, haben noch bis zum 3. März 2019 die Gelegenheit dazu. Die Werke der "Alten Meister", beispielsweise von Tilman Riemenschneider, Jacopo Pontormo und Peter Paul Rubens werden weiterhin zu sehen sein. Während der gesamten Bauphase gilt der ermäßigte Eintritt in die Sammlungen.

Neue Öffnungszeiten: Ab 1. Oktober 2019 ändern sich die Öffnungszeiten. Das Museum wird in Zukunft Dienstag bis Sonntag und an den Feiertagen von 10-18 Uhr geöffnet haben. Bis Oktober gelten noch die aktuellen Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag und an Feiertagen von 10-17 Uhr, sowie Samstag und Sonntag von 10-18 Uhr. Montags bleibt das Haus geschlossen. Auch die Feiertage werden angepasst, so bleibt das Haus in Zukunft auch an Himmelfahrt und am 1. Weihnachtsfeiertag geschlossen und an Neujahr ist das Museum von 13-18 Uhr geöffnet.

Sonderaustellungen 2019

Auch 2019 wird ein spannendes Jahr fürs WeltenMuseum: Die Besucher dürfen sich neben zahlreichen Events auf zwei große Sonderausstellungen freuen.

(Veröffentlicht am 10. Januar 2019)