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Verkehrsüberwachung

Section Control: Bußgeld wird fällig

Das bundesweit erste Streckenradar auf der B6 bei Laatzen ist am 14. Januar wie geplant in den "heißen Probebetrieb" gegangen, bei Tempo-Verstößen werden nun Bußgelder fällig. 

Die Testphase der an der Bundesstraße 6 am 19. Dezember 2018 in Betrieb genommenen Anlage zur "Verkehrsüberwachung durch Abschnittskontrolle", der sogenannten "Section Control", ist erfolgreich verlaufen. Am Montag, 14. Januar 2019, ist daher der Start des Pilotbetriebes über maximal 18 Monate erfolgt. Damit werden erstmalig in Deutschland Geschwindigkeitsüberschreitungen über einen längeren Streckenabschnitt geprüft und geahndet. Das Ende des Pilotzeitraums ist zum 30. Juni 2020 vorgesehen.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt: "Section Control ist ein vielversprechender Ansatz, um die Verkehrssicherheit auf unseren Straßen weiter zu erhöhen. Geschwindigkeitsbegrenzungen sind keine unverbindliche Empfehlung, sondern klare und eindeutige Verhaltensregeln. Eine Geschwindigkeitsmessung über einen längeren Streckenabschnitt ist vor allem gerechter für alle Beteiligten, als feste Blitzer. Ich freu mich deshalb sehr, dass wir nach einer erfolgreichen Testphase den Pilotbetrieb nun ganz offiziell starten können."

Die Pilotanlage war in den letzten Tagen nach erfolgreicher Zulassung und Eichung zunächst noch einer Testphase unterzogen worden. Dabei standen insbesondere die Funktionsfähigkeit der Anlage mit der Feststellung von Geschwindigkeitsüberschreitungen sowie die technischen Abläufe bei der Übermittlung der Verstöße und die Arbeitsabläufe und das Zusammenwirken der Polizei Hannover als Betreiber der Anlage und der Region Hannover als zuständige Bußgeldbehörde im Fokus.

An der B 6 zwischen Laatzen und Gleidingen hat das Land Niedersachsen Anfang 2015 mit der Einrichtung der bundesweit ersten Pilotstrecke zur Verkehrsüberwachung durch die Abschnittskontrolle begonnen. Der Probebetrieb der neuen Technik zur Verkehrsüberwachung sollte ursprünglich im Herbst 2015 beginnen. Nachdem der Termin aufgrund datenschutzrechtlichen Klärungsbedarfs mehrfach verschoben wurde, erfolgte am Mittwoch, 19. Dezember 2018, die offizielle Inbetriebnahme durch den niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius. 

(Veröffentlicht am 11. Januar 2019)