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Ausstellungen

Mächtig gewaltig! Die Olsenbande im Museum

Das Theatermuseum Hannover zeigt bis 3. Dezember eine große Sonderausstellung über den berühmtesten Film-Export Dänemarks: die Olsenbande.

Drei Männer auf einer Lore © Rolf Konow

Die Olsenbande (Filmfoto)

Die von Nordisk Film produzierten Kinofilme entstanden in den Jahren von 1968 bis 1998 und umfassen insgesamt 14 Streifen. In diesen 30 Jahren, von ihrem ersten bis zum allerletzten Coup erlangten sie Kultstatus. Und ihre Popularität hält bis heute.

Die Olsenbande

Die Olsenbande – das sind Bandenchef Egon Olsen, Kjeld und Benny: Sympathische und erfindungsreiche Kleinkriminelle, die immerzu auf den großen Coup aus sind. Gezielt knöpfen sie sich Großunternehmer, Konzerne, Banken vor. Der Plan ist, sie um Millionen zu erleichtern. Mit ausgeklügelten Tricks gehen die drei kernigen Ganoven ans Werk. Komplikationen, raffinierte Lösungen und die feierliche Entlassung Egons aus dem Gefängnis gehören zu jeder Episode. Ebenso wie diese Schlüsselszenen machen die wiederkehrenden Dialoge und Ausrufe (wie etwa "Mächtig gewältig!" oder Egons "Ich habe einen Plan!") die Filmreihe zu einer einzigartigen Marke.
Die Macher, Drehbuchautor Henning Bahs und Regisseur Erik Balling lassen humorvoll Slapstick und Stummfilmästhetik à la Charly Chaplin anklingen. In Dänemark gelten die Filmfiguren der Olsenbande als nationales Kulturgut. Auch in Osteuropa und der ehemaligen DDR erfreute sich das unverwechselbare Trio großer Beliebtheit. Wenige Jahre nach dem Erscheinen der Filme in Dänemark liefen die Filme, in gelungener Synchronisation der DEFA, in den ostdeutschen Kinos. Als Exportschlager aus dem Westen hatte die Olsenbande einen nachhaltigen Eindruck auf die damalige ostdeutsche Medienlandschaft, der bis in die Gegenwart anhält: Heute ist die Olsenbande in ganz Deutschland beliebt und hat auch auf der Bühne Einzug gehalten. Im Fernsehen sind die Filme regelmäßig zu sehen und der Olsenbandenfanclub aus Leipzig sorgt dafür, dass die Abenteuer von Egon, Benny und Kjeld unvergessen bleiben. Dieser Erfolgsgeschichte, diesem Phänomen geht die umfassende Ausstellung auf den Grund. Das Theatermuseum Hannover ist, nach den Stationen Rostock und Schwerin, das erste "westdeutsche"
Museum, das die von der Kunsthalle Rostock angelegte Ausstellung um die Olsenbande präsentiert.

Parallele Schauen

Theater, Film und Kunst in kleinen Formaten. Sammelbilder von 1875 bis heute
Wer sich am Ende des 19. Jahrhunderts 100 Gramm Liebigs Fleischextrakt leistete (für fast eine Goldmark), erhielt vom Kaufmann ein oder mehrere Sammelbilder. Als Mitbringsel für Kinder gedacht, waren auf ihnen zumeist auch kleine Kinder beim Spiel, bei Scherzen oder bei neckischen Vorführungen abgebildet. In den 1890er Jahren entdeckten die Erwachsenen den Reiz der Bildchen und begannen sie zu sammeln. Nun kamen kulturhistorisch bedeutende Themen und Sujets hinzu. Unter ihnen Darstellungen aus der Welt des Theaters, später auch des Films oder des Sports. Auffallend ist bei Liebigs Sammelbildern ihre technische und künstlerische Perfektion. Andere Firmen (Stollwerck!) boten ihrem Publikum mit den Bildern sogar ein künstlerisches oder nationales Erziehung- und Bildungsprogramm. Theatrales findet sich nicht nur in entsprechenden Motiven: Szenen aus Opern, Revuen, Operetten und Schauspielen oder Porträts von Schauspielern und Theaterautoren. Die Art der Darstellung hat vielmehr auch bei Gegenständen aus Natur und Technik, Geschichte und Kulturgeschichte oftmals theatrale Momente. Es gibt auch Sportmotive zu entdecken – so lassen sich die Konterfeis so mancher Fußballer oder Mannschaften im Sammelbildformat finden. Die Kabinettausstellung im Theatermuseum geht dem kulturellen Phänomen der Sammelbilder, welches bis heute seinen Reiz hat, auf die Spur.

Künstlerkarikaturen von Carl-Heinz Dömken (1929-2011)
Carl-Heinz Dömken (geboren 1929 in Hannover) hat lebenslang als Karikaturist und Zeichner gearbeitet. Bereits als Schüler schickt er eine seiner Zeichnungen an Henri Nannen, der so davon begeistert ist, dass er ihn nach dem Abitur zu seiner Zeitschrift STERN holt. Im Anschluss an seine Tätigkeit als Journalist und Illustrator bei Nannens Illustrierten studiert Dömken Germanistik an der Universität Hamburg. Gleichzeitig nimmt er Schauspielunterricht. In der Folge absolviert er eine Ausbildung in Schauspiel und Regie an der Akademie für Musik und Theater in Hannover, der heutigen Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Seit den 1950er Jahren hat Carl-Heinz Dömken Kontakt zu Hannovers Theaterszene und zum Intendanten Kurt Ehrhardt. Im Programmheft vom 23. Juni 1951 finden sich 28 Zeichnungen von ihm. Es sind Karikaturen der berühmten "Brigade Ballhof" u. a. von Kurt Erhardt, Rudolf Schulz, Hermann Stelter, Fridel Mumme, Peter Beauvais, Guenther Neutze und Hanns Lothar. Dömken gilt als ein gut vernetzter Zeitgenosse – Marika Rökk, Hans Albers, Heinz Rühmann und Heinz Erhardt zählen zu seinen Freunden und Bekannten. In den 1960er Jahren tritt Dömken auch als Regieassistent des Intendanten Franz Reichert am Staatstheater Hannover in Erscheinung.
Von Kindheit an begeistert von Karl May und dessen Werk, befasst sich Carl-Heinz Dömken zeitlebens intensiv und zeichnerisch mit seinem Lieblingsautor. Er knüpft Kontakte mit der Karl-May-Szene, z.B. zu Klara May, der Witwe des Schriftstellers, Patty Frank und zu Euchar Albrecht Schmid, dem Geschäftsführer des Karl-May-Verlags. Seit 1995 entwirft er Cover-Illustrationen für die weit verbreiteten Romanbände Karl Mays im Bamberger Karl-May-Verlag. Eine weitere Leidenschaft Dömkens gilt den Pferden – denn was wäre Karl May ohne Pferde? Carl-Heinz Dömken leitet bis zu seinem Tod ein Gestüt in der Lüneburger Heide, wo er Araber-Pferde und Hunde züchtete. Das Theatermuseum präsentiert 20 unverwechselbare Künstlerkarikaturen aus der Feder von Carl-Heinz Dömken.

Termin(e): 02.09.2017 bis 03.12.2017
dienstags  mittwochs  donnerstags  freitags  sonntags 
von 14:00 bis 19:30 Uhr
Ort

Theatermuseum Hannover

  • Prinzenstraße 9
  • 30159 Hannover
Die Veranstaltung findet nicht statt am: 03.10.2017
Preise:
5,00 Euro
ermäßigt 3,00 Euro