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Hannover Rück gewinnt Energie-Effizienzpreis

Der enercity-Energie-Effizienzpreis für Norddeutschland 2015 in der Kategorie "Großunternehmen" geht an Hannover Rück und KlimaProtect.

Drei Männer, zwei mit Blumensträußen © enercity

enercity-Energie-Effizienzpreis für Norddeutschland 2015 in der Kategorie "Großunternehmen" (v.l.n.r.): Dr. Guido Rettig, Vorstandsvorsitzender der TÜV Nord AG, Dr. Michael Pickel, Vorstand der Hannover Rück, Malte Johannes, Geschäftsführer KlimaProtect

Hannover Rück/KlimaProtect, Aller-Weser-Klinik und Institut für Solarenergieforschung erhalten enercity-Energie-Effizienzpreis für Norddeutschland 2015.

Energiewende vorantreiben

Mit dem Energie-Effizienzpreis für Norddeutschland will enercity innovative Ansätze, die geeignet erscheinen, die Energiewende voranzutreiben, fördern und als beispielhafte Leuchtturmprojekte noch bekannter machen. Gemeinsam mit den Partnern TÜV Nord AG, Sparkasse Hannover, NORD/LB Norddeutsche Landesbank Girozentrale Hannover und Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover wurde der enercity-Energie-Effizienzpreis für Norddeutschland 2015 am 15. April im Schloss Herrenhausen verliehen.

Nachfolgepreis des Triple-E-Awards

Schirmherr des durch enercity initiierten Preises ist der niedersächsische Ministerpräsidenten Stephan Weil. Das Grußwort bei der Veranstaltung sprach Olaf Lies, niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Das Preisgeld beträgt 10.000 Euro pro Kategorie. Mit dem Nachfolger des bisherigen Triple-E-Awards wurden drei innovative Projekte ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise um die Steigerung der Energieeffizienz und den nachhaltigen und effizienten Umgang mit Energie verdient gemacht haben:

Kategorie "Großunternehmen": Hannover Rück und KlimaProtect

Dr. Guido Rettig, Vorstandsvorsitzender der TÜV Nord AG, zeichnete die Preisträger für ihr Versicherungsprodukt "Energie Einspar Protect" aus. "Energie Einspar Protect" (EEP) sichert Kunden und Dienstleister bei der Einführung von Energieeffizienzmaßnahmen gleichermaßen ab. Anhand einer Wirtschaftlichkeitsberechnung prüfen die Partner Hannover Rück und KlimaProtect die Maßnahmen und geben eine Garantie auf die Einsparpotenziale. Das aus dieser Garantie entstehende Risiko ist dann automatisch durch EEP abgesichert. Mit der Planungssicherheit lässt sich eine solche weitreichende und mit hohen Kosten verbundene Entscheidung weitaus leichter treffen. Die Jury bezeichnete EEP als "vollkommen neuartiges, sehr innovatives und kreatives Produkt" sowie als "Modell zur Förderung der Energiewende" und erwartet dadurch einen deutlichen Schub. Es unterstütze nach Auffassung der Jury "im besonderen Maße die neue Energieeinsparverordnung und -richtlinien und ist ein wichtiger Baustein für ihre Umsetzung."

Kategorie "Kleine und mittlere Unternehmen": Aller-Weser-Klinik, Achim

Marina Barth, Vorstandsmitglied der Sparkasse Hannover, würdigte mit dem Preis die umfassenden Energiespar-Contracting-Maßnahmen. Die Aller-Weser-Klinik in Achim hat mit Energiespar-Contracting gezeigt, dass umfassende energetische Optimierungsmaßnahmen auch bei knappen Mitteln und während des laufenden Betriebes ohne Komfort- oder Sicherheitseinbußen für die Patienten möglich sind. Der Klinikverbund setzte dabei auf Contracting. Gemeinsam mit der Siemens AG wurde ein völlig neues Energiekonzept mit Kraft-Wärme-Koppelung als Basisversorgung für Strom und Wärme eingeführt. Der Energieverbrauch konnte seither im Jahresvergleich um 55 Prozent gesenkt werden. Durch das Contracting-Modell übernimmt Siemens die Kosten während der Vertragslaufzeit, das Krankenhaus überweist bis dahin lediglich die eingesparten Kosten als Abzahlung. Die Jury lobte den Einsatz des Klinikverbandes insbesondere, weil die Gesundheitsbranche tendenziell eher über finanziell begrenzte Mittel für Investitionen verfügt. Die Zusammenarbeit eines Mittelständlers mit dem Großunternehmen Siemens bewertete die Jury als vorbildlich.

Kategorie "Wissenschaftliche Leistungen": Institut für Solarenergieforschung, Hameln

Prof. Erich Barke, Präsident der Leibniz Universität a. D., zeichnete die Gewinner für die Silizium-Solarzelle mit Weltrekord-Wirkungsgrad aus. Etwa 90 Prozent der weltweit produzierten Solarzellen bestehen aus Silizium. Der Wirkungsgrad einer solchen industriell produzierten Solarzelle liegt typischerweise zwischen 17,5 und 19,5 Prozent. Die Mitarbeiter des Forschungsprojektes erarbeiteten technologische Verbesserungen, die den Wirkungsgrad auf 21,2 Prozent erhöhen. Dieser Wert wurde in einer unabhängigen Messung bestätigt und war der weltweit höchste Wirkungsgrad für industrietypische Siliziumsolarzellen mit Siebdruckmetallisierung. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der Spitzenforschung und hob insbesondere das Engagement eines regionalen Institutes im globalen Rennen um die Solarzellen hervor. Die Steigerung des Wirkungsgrades sei bemerkenswert und werde weltweit die Energieeffizienz für Solarzellen enorm verbessern und so zu einer großen nachhaltigen Wirkung führen.

20. "enercity dialog"

Im Anschluss an die Preisverleihung leitete der Juryvorsitzende Prof. Dr. Friedbert Pflüger die Gesprächsrunde zum  20. "enercity dialog" ein. Dr.-Ing. E.h. Fritz Brickwedde (Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie BEE), Matthias Machnig (Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), Dr. Harald Schwager (Mitglied des Vorstandes BASF SE) sowie Michael Feist (Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Hannover AG) diskutierten zum Thema "Energie als Standortfaktor".

(Veröffentlicht: 15. April 2015)