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Frau sieht sich eine Nachricht auf einer Leinwand in einer U-Bahnstation an. © GVH

Mit Großbildschirmen in U-Bahnstationen fing das Fahrgastfernsehen an.

Jubiläum

20 Jahre Fahrgast­fernsehen in Hannover

Was heute selbstverständlich scheint, begann am 1. März 1996 als Experiment in Hannovers Untergrund: Information und Unterhaltung im öffentlichen Nahverkehr.

Die Idee vom Fahrgastfernsehen, also der Informationsbereitstellung über Bildschirme in öffentlichen Verkehrsmitteln oder deren Stationen, wurde 1995 erstmals realisiert und stellte damit ein neues Medium dar. Seinerzeit entwickelte die Firma Bosch in Hildesheim eine Technologie, die die Fernsehübertragung in bewegte Fahrzeuge möglich machte. Nahverkehrszüge von Saarbrücken nach Frankfurt am Main erhielten als erste das Fahrgast-TV, gesendet über DAB (Digital Audio Broadcasting).

Hannover als Vorreiter

Mit einer großen Eröffnungsfeier in der U-Bahnstation Kröpcke ging das Fahrgastfernsehen am 1. März 1996 in Hannover auf Sendung. Zunächst flimmerten die Kurznachrichten über Großbildschirme in den stark frequentierten U-Bahnstationen, mit Einführung der Stadtbahnwagen TW 2000 und TW 2500 zur Weltausstellung Expo 2000 kamen Monitore in bewegten Fahrzeugen hinzu.

Inzwischen sind aus den anfangs sechs Großbildschirmen elf Projektionsflächen in Hannovers U-Stationen und 1.728 Monitore in 144 Stadtbahnen und den neuen Solarisbussen geworden. Neben Verkehrsinformationen und Service-Themen verbreitet die Redaktion des Fahrgastfernsehens Nachrichten aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Die Verteilung der Daten in die Fahrzeuge erfolgt in der Regel über DMB (gebündeltes DAB) oder WLAN. Der Rechner im Fahrzeug speichert die Inhalte, wertet aktuelle Zeitinformationen sowie die Position des Fahrzeugs aus und bestimmt so, welche Informationen (Nachrichten, Werbung, Fahrgastinformationen) gezeigt werden. Anschließend werden die Signale an die jeweiligen Bildschirme weitergeleitet. Während Hannover nun das 20-jährige Jubiläum des Fahrgastfernsehens feiert, sind noch immer Busse und Bahnen in vielen deutschen Großstädten nicht oder erst seit Kurzem mit Monitorsystemen ausgestattet.

Hintergrund

Betreiber des Fahrgastfernsehens in Hannover ist die üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG, in deren Auftrag die X-City Marketing Hannover GmbH Werbezeiten vermarktet. Redaktionell ist die public broadcast Rundfunkgesellschaft mbH verantwortlich, die neben den Inhalten für Hannover auch die Meldungen für vergleichbare Systeme Hamburg und Stuttgart erstellt.