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CeBIT 2016

Aussteller und Veranstalter ziehen positive Bilanz

Mit einer positiven Bilanz von Ausstellern, Besuchern, Veranstalter und Partnern schließt die weltgrößten IT-Veranstaltung ihre Tore.

Die Digitalisierung erfasst alle Bereiche, ändert Arbeit, Leben und Geschäftsmodelle. Fünf Tage lang stand sie im Mittelpunkt der CeBIT in Hannover. Aussteller und Veranstalter ziehen nach der CeBIT 2016 eine positive Bilanz.

Digitalisierung

"Mit der CeBIT 2016 ist die Digitalisierung auf Platz eins der Agenda von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft angekommen", sagte Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG, am Freitag in Hannover. "Mit ihrem Verlauf hat die CeBIT ihre Position als weltweit wichtigste Plattform für die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft untermauert. Sie hat die digitale Transformation in einzigartiger Weise erlebbar und anfassbar gestaltet."

Digitalisierung und dem Internet der Dinge

Im Mittelpunkt standen mehr als 500 konkrete Anwendungsbeispiele aus dem Bereich der Digitalisierung und dem Internet der Dinge. In den nächsten Jahren sollen 50 Milliarden Dinge mit dem Internet verbunden werden, 90 Prozent der Wertschöpfung werden demnach im B-to-B-Geschäft erzielt.

Topthema "d!conomy: join – create – succeed"

Mit dem Topthema „d!conomy: join – create – succeed“ habe die CeBIT daher gezielt den Fokus auf den Menschen gelegt, der als Entscheider die digitale Transformation gestalten könne. So habe die CeBIT in diesem Jahr deutlich stärker Fachbesucher aus Vertrieb und Marketing, dem Finanzbereich sowie der Banken- und Versicherungsbranche angezogen.

Digitale Strategie 2025

Erstmals startete die CeBIT am Montag mit einer Konferenz der Europäischen Union zur digitalen Agenda. EU-Kommissar Günther H. Oettinger warb in seiner Grundsatzrede für einen einheitlichen digitalen Binnenmarkt und eine europaweite Gesetzgebung, denn nationale Gebietsgrenzen hätten beim Thema Digitalisierung nur bedingt Geltung. Dies unterstrich Oettinger auch bei seiner Rede während der neuen Welcome Night vor mehr als 2.000 Gästen aus Wirtschaft und Politik auf dem hannoverschen Messegelände. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel kündigte zum Auftakt der CeBIT an, einen digitalen Rückstand Deutschlands mit einem milliardenschweren Zehn-Punkte-Plan der Bundesregierung verhindern zu wollen. Ein Fokus der "Digitalen Strategie 2025" liegt dabei auf dem Ausbau des Glasfasernetzes. Es gehe darum, "wie wir als Europäer wettbewerbsfähig bleiben in dieser datengetriebenen Ökonomie", sagte Gabriel.

Messerundgang Bundeskanzlerin Merkel

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel verschaffte sich bei ihrem Rundgang am Messe-Dienstag ein persönliches Bild von der CeBIT und den Chancen der Digitalisierung. Sie forderte mehr Tempo. "Die Zeit drängt", betonte sie. Die Verschmelzung heutiger Angebote mit dem Internet müsse schneller kommen – denn das Potenzial für mehr Effizienz sei groß.

Startup-Plattform SCALE11

Wie das Internet der Dinge in innovative Geschäftsmodelle überführt werden kann, zeigten Startups auf der Plattform SCALE11. Das Konzept von SCALE11 sei nach Aussage des Veranstalters voll aufgegangen. Mehr als 400 Startups hätten auf der CeBIT für einen kreativen Schub gesorgt und gezeigt, dass Innovation in Technologie und Innovation in den Geschäftsmodellen ineinandergreifen können. Schon in diesem Jahr hat mehr als jeder dritte Besucher die Startups bei SCALE11 besucht. Dementsprechend soll dieser Bereich im kommenden Jahr weiter ausgebaut werden.

CeBIT Global Conferences

Um neue disruptive Geschäftsmodelle ging es auch bei den CeBIT Global Conferences in Halle 8. Mehr als 200 Sprecher waren dort an den fünf CeBIT-Tagen aufgetreten und hatten ihre Strategien und Visionen mit den Besuchern diskutiert. Unter anderem waren der CEO und President von Konica Minolta, Shoei Yamana, der President der Enterprise Business Group von Huawei, Lida Yan, der CEO und President von Ericsson, Hans Vestberg, der Gründer des Navigations-Startups Waze, Uri Levine, und der Theologe Wolfgang Huber mit Keynotes und Diskussionsbeiträgen dabei. Am Freitag wurden rund 1 000 Blogger auf der Veranstaltung "Rock the Blog" erwartet. Auch die insgesamt mehr als 2.000 Diskussionen, Präsentationen und Vorträge in den Messehallen zeigten den Besuchern den Weg in die digitale Zukunft auf.

Gestiegenes Informationsbedürfnis der Besucher

Über ein gestiegenes Informationsbedürfnis der Besucher berichten auch die Aussteller auf ihren Ständen. Sie sprachen vielfach mit Entscheidern aus den unterschiedlichen Wirtschaftszweigen über die Chancen der Digitalisierung für das eigene Geschäftsfeld. In den Fachgesprächen standen dabei vor allem die Themenfelder Internet der Dinge, Cloud, Analytics, Security und die Ressourcenplanung der Unternehmen im Mittelpunkt.

Zukunft der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine

Vielfach wurde auch über die Zukunft der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine diskutiert. So nahmen die Besucher intensiv Kontakt zu humanoiden Robotern auf, die künftig in Bildungs- oder Servicebereichen eingesetzt werden können. Kontrovers diskutiert wurde das so genannte Biohacking sowohl auf dem Messegelände als auch in den Social Networks. CeBIT-Besucher konnten sich auf der Messe einen winzigen RFID-NFC-Chip in die Hand implantieren lassen.

Zahlen & Daten

Mit rund 3.300 beteiligten Unternehmen aus 70 Nationen war die CeBIT auf einem stabilen Niveau an den Start gegangen. Ebenso stabil zeigte sich die Veranstaltung in diesem Jahr beim Zuspruch der Besucher auf dem Niveau des Vorjahres. Wie auch im Vorjahr kam jeder vierte Fachbesucher aus dem Ausland. Darüber hinaus stieg die Zahl der Stände, auf denen die Besucher Geschäftsgespräche führten, weiter. Jeder CeBIT-Gast besuchte demnach 32 Unternehmen, gegenüber 26 im Vorjahr. Die internationalen Besucher hatten dabei durchschnittlich fast 220.000 Euro Investitionsvolumen in digitale Anwendungen im Gepäck.

Aussteller

Für die ausstellenden Unternehmen bilanzierte der Vorsitzende des CeBIT-Messeausschusses, Jan Geldmacher, CEO Vodafone Global Enterprise: "Digitale Lösungen sind Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg im 21. Jahrhundert. Dafür braucht Deutschland eine erstklassige Infrastruktur. Die CeBIT 2016 hat genau diese gezeigt und zudem eindrucksvoll bewiesen, dass ‚Made in Germany‘ immer noch ein Qualitätsversprechen ist, das gehalten wird. Denn das Fundament für viele digitale Innovationen von morgen wird schon heute gelegt – und zwar von deutschen Forschern. Mit dem Mobilfunkstandard 5G entwickeln sie gigabitschnelle Netze: für Deutschlands Gigabit-Gesellschaft genau wie für die Wirtschaft 4.0."

Über die CeBIT

Die CeBIT in Hannover ist die weltweit wichtigste Veranstaltung für Digitalisierung. Im Rahmen einer einzigartigen Verzahnung von Messe und Kongress präsentieren die beteiligten Weltkonzerne, Mittelständler und Start-ups die relevanten Themen der IT-Wirtschaft und Digitalisierung, wie etwa Big Data and Analytics, Cloud-Anwendungen, Mobile, Social Business, IT-Sicherheit oder Internet of Things.  Die CeBIT Global Conferences liefern in Keynotes und Foren den Überblick über die wichtigsten Trends und Themen der digitalen Welt.

 

(Veröffentlicht: 18. März 2016)