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Drei Männer. © Christian Burkert

Ministerpräsident Stephan Weil und IHK-Präsident Dr. Christian Hinsch überreichen 1000. Anerkennung an Massar Lamine Fall.

IHK Hannover

1000. ausländischer Be­rufsabschluss anerkannt

Der 29-jährige Senegalese Massar Lamine Fall hat bei der IHK Hannover das 1000. Anerkennungsverfahren mit der vollen Gleichwertigkeit zum deutschen Ausbildungsberuf erfolgreich abgeschlossen.

Vor einem halben Jahr ist Massar Lamine Fall nach Deutschland zugewandert. Der 29-jährige Senegalese hat seine Ausbildung zum „Brevet de Technicien en Restauration“ in Dakar absolviert. Bei der IHK Hannover hat er das 1000. Anerkennungsverfahren mit der vollen Gleichwertigkeit zum deutschen Ausbildungsberuf Koch erfolgreich abgeschlossen. Überreicht wurde die offizielle Anerkennung heute von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil. "Das Beispiel von Massar Lamine Fall zeigt, wie wichtig gute Integration für die Betroffenen selbst und unsere Gesellschaft sind. Ich danke der IHK Hannover für ihr großes Engagement bei der Berufsanerkennung. Ihre Arbeit ist eine wichtige Voraussetzung für die Arbeitsmarktintegration zugewanderter Menschen und kann damit auch ein wesentlicher Baustein bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels in Niedersachsen sein", sagte Ministerpräsident Stephan Weil bei der Übergabe.
Massar Lamine Fall lebt heute in Hannover und arbeitet in seinem anerkannten Beruf als Koch im Courtyard by Marriott Hotel Hannover Maschsee. "Dass ich als Koch arbeiten kann, heißt für mich, frei zu sein, etwas tun zu können, was ich mir selbst ausgesucht habe und mir meine eigene Zukunft aufzubauen. Das war heute ein wichtiger Schritt für mich", freute sich Massar Lamine Fall bei der Übergabe seiner Anerkennung. "Das Thema Integration spielt für uns, als Teil einer internationalen Marke, schon immer eine große Rolle und wird von unserem Team auch so gelebt. Herr Fall ist ein sehr engagierter und motivierter Mitarbeiter, der unser Team bereichert. Es ist für uns an dieser Stelle nicht so wichtig woher jemand kommt, sondern wohin wir gemeinsam gehen wollen", sagte Johannes Hennigfeld, Direktor des Courtyard Hotels.

Anerkennungsverfahren der IHK Hannover

Zuwanderer und Flüchtlinge, die ihren Beruf im Ausland erlernt haben, können ihre Abschlüsse seit gut fünf Jahren in Deutschland anerkennen lassen. Die Industrie- und Handelskammer Hannover bietet für die Anerkennungsverfahren in den Regionen der IHK Hannover und der IHK Braunschweig einen speziellen Service zur ortsnahen Bearbeitung und Entscheidung an, der in Deutschland einmalig ist.
In der Anerkennungsstelle der IHK Hannover ist eine Anerkennung bisher durch Zuwanderer aus Polen, Spanien, der Türkei und Russland am häufigsten gefragt. Erfolgreich anerkannt wurden aber auch bereits Abschlüsse aus Uganda, Mali, der Mongolei und Nepal. Stark angewachsen sind im letzten Jahr die Anerkennungsverfahren bei Flüchtlingen und hier insbesondere die Anerkennung von Abschlüssen aus Syrien.
Auf dem Arbeitsmarkt besonders nachgefragt sind Zuwanderer, die einen Abschluss aus dem naturwissenschaftlich-technischen Bereich mitbringen. Über ein Drittel aller Anerkennungen durch die IHK Hannover wurde bisher allein für Berufe aus der Metall- und Elektrotechnik ausgesprochen. Geprüft werden kann die Gleich-wertigkeit für mehr als 250 IHK-Ausbildungsberufe von Köchen bis zu Mechatronikern. Bei über 60 Prozent aller bisher geprüften Qualifikationen konnte der ausländische Abschluss sofort einem deutschen Ausbildungsberuf gleichgestellt und anerkannt werden. In den übrigen Fällen erhalten die Zuwanderer von der IHK konkrete Hilfestellung, welche Qualifikationen noch fehlen und wie diese durch gezielte Weiterbildung erworben werden können, um die vollständige Anerkennung ihres Berufes in Deutschland zu erreichen.

(Veröffentlicht am 14. März 2017)