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Neuer Forschungsverbund

Alternativen zu Tierversuchen

Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat den neuen Forschungsverbund "R2N – Replace und Reduce aus Niedersachsen – Ersatz und Ergänzungsmethoden für eine zukunftsweisende biomedizinische Forschung" initiert.

Eine Frau in Laborkleidung hält Proben in der Hand. © MHH / Kaiser

An den Hochschulinformationstagen informiert die MHH über ihr Studienangebot

Alternativen zu Tierversuchen in der Forschung zu finden und Ersatzmethoden zu fördern, ist die Aufgabe des neuen Forschungsverbunds "R2N – Replace und Reduce aus Niedersachsen – Ersatz und Ergänzungsmethoden für eine zukunftsweisende biomedizinische Forschung", den das Ministerium für Wissenschaft und Kultur auf den Weg gebracht hat und mit 4,5 Millionen Euro fördert.

Tierversuche in der Forschung reduzieren

„Unser Ziel ist es, Tierversuche in der Forschung zu reduzieren und sie nur noch als Ultima Ratio einzusetzen. Mit dem Verbund fördern wir Ersatz- und Ergänzungsmethoden. Zugleich geben wir der gesellschaftlichen Verantwortung der Wissenschaft und ethischen Fragen mehr Gewicht“, sagt Gabriele Heinen-Kljajić, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur.

Partner im Verbund

Der Verbund wird von der Medizinischen Hochschule Hannover, der Tierärztlichen Hochschule Hannover, der Universitätsmedizin Göttingen und der Leibniz Universität Hannover getragen. Weitere Beteiligte sind das TWINCORE - Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung -, das Fraunhofer-Institut für Toxikologie und experimentelle Medizin sowie das Deutsche Primatenzentrum.

Ersatz- und Ergänzungsmethoden für Tierversuche entwickeln

Den Forschern wird über eine Laufzeit von vier Jahren die Möglichkeit gegeben, Ersatz- und Ergänzungsmethoden für Tierversuche zu entwickeln und damit Tierversuche zu vermeiden bzw. die Zahl der Tiere in Versuchen auf das unerlässliche Maß zu beschränken. Dabei werden Methoden erforscht, die Versuche am lebenden Tier durch Untersuchungen an Organen ex vivo und durch Forschung an Zellkulturen ersetzen. Ebenso werden Methoden berücksichtigt, die den Einsatz von Tieren für bestimmte Fragestellungen nicht vollständig ersetzen, aber die Tierzahl für diese Fragestellung deutlich reduzieren können.

Netzwerk aufbauen

Verschiedene Teilprojekte entwickeln Alternativmethoden in der Grundlagenforschung und translationaler Forschung. Dabei werden auch ethische Fragestellungen bearbeitet. Darüber hinaus wird der Austausch zwischen den Wissenschaftlern gefördert und der Aufbau eines Netzwerkes für Alternativmethoden ermöglicht.

(Veröffentlicht: 8. März 2017)