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Sechs Männer © Hannoversche Werkstätten

1976: Grundsteinlegung für die Haupteinrichtung der Hannoverschen Werkstätten in Kleefeld mit Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg (Bildmitte).

40 Jahre

Hannoversche Werk­stätten feiern Jubiläum

1976 mit 350 Mitarbeitern gestartet – heute beschäftigen die Werk­stätten und ihre Partner­unter­nehmen mehr als 1.200 Men­schen mit Behin­derung.

1976 begann alles mit einer Grundsteinlegung, 1977 wurde der Neubau in Hannover Kleefeld in Betrieb genommen: Die Hannoversche Werkstätten gem. GmbH (bis 1997 noch Behindertenzentrum Hannover) war geboren. In diesem Jahr kann sie stolz auf eine 40-jährige Tradition in der Qualifizierung, Rehabilitation und Teilhabe am Arbeits- und Gesellschaftsleben für Menschen mit Behinderung zurückblicken.

Bei Inbetriebnahme starteten die Werk­stätten mit rund 350 Werkstatt­mitarbei­tenden an einem Standort. Heute arbeiten mehr als 1.000 Werk­statt­mitarbei­tende und mehr als 220 tarifliche Mitarbeiter an mehreren Standorten in der Stadt Hannover und im Umland.

Neben Arbeitsbereichen wie der Montage, dem Holzverarbeitungs- und montagebereich, einer Wäscherei und gastronomischen Bereichen wie Betriebskantinen, Bäckerei und Fleischerei, bieten die Werkstätten unter anderem ambulante Wohn­angebote sowie spezielle Unterstützung für Menschen mit Autismus­spektrumsstörung an.

"Wir sind rasant gewachsen", erinnert sich die Geschäftsführerin der Hannoverschen Werkstätten, Vera Neugebauer. "Viele unserer Werkstattmitarbeitenden und Mitarbeitenden sind seit Jahrzehnten bei uns beschäftigt und haben viele Hochs und Tiefs erlebt. In diesem Jahr feiern rund 30 Werkstattbeschäftigte ihr 40-jähriges Betriebsjubiläum- das ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich und nicht zuletzt ein Grund, um danke für den Zusammenhalt und die uns entgegengebrachte Loyalität zu sagen.“, so Neugebauer.

Rückblick

Die nach dem zweiten Weltkrieg gegründeten, geschützten Einrichtungen für Menschen mit Behinderung blieben lange Jahre eher eine geschlossene Gemeinschaft. Heutzutage arbeiten viele Werkstattmitarbeitende auf ausgelagerten Arbeitsplätzen bei Firmen auf dem ersten Arbeitsmarkt oder sind in allgemeinen, den Werkstätten zugehörigen, Betrieben beschäftigt.

Einen großen Schritt wagte die Hannoversche Werkstätten gem. GmbH zunächst 2009 mit der Eröffnung des Dienstleistungszentrums in Laatzener Ortsteil Rethen. Kunden aus der Umgebung und direkten Nachbarschaft bekamen die Möglichkeit, ihr Fahrrad dort direkt in die Reparaturwerkstatt zu bringen oder sich die Brötchen beim hauseigenen Bäcker der Werkstätten zu kaufen.

Die Reaktion der Kunden zeigt, dass die dort geleistete Arbeit und der alltägliche Umgang mit Menschen mit Behinderung sehr geschätzt werden. Auch das 2015 eröffnete Kaffeehaus anna leine im Erdgeschoss der neuen Volkshochschule am "neuen Hohen Ufer" erfreut sich bei den Gästen einer großen Beliebtheit.

(Veröffentlicht: 13. September 2017)