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Medizinische Hochschule

MHH ehrt Doktoranden

An der Medizinischen Hochschule haben am Freitag, 12. Mai, insgesamt 107 Doktoranden ihre Promotionsurkunden erhalten, von denen 13 mit Auszeichnung abgeschlossen haben.

MHH-Präsident Professor Dr. Christopher Baum überreichte am Freitag die Promotionsurkunden an 42 junge Medizinerinnen und 25 Mediziner, sechs Zahnmedizinerinnen und fünf Zahnmediziner, 19 Doktorinnen und sechs Doktoren der Naturwissenschaften, zwei Humanbiologinnen sowie zwei Doktoren der Bevölkerungsmedizin.

13 Doktoranden mit Auszeichnung

Insgesamt 13 Doktoranden haben "mit Auszeichnung" abgeschlossen. Zwei Doktorandinnen erhielten die mit je 2.500 Euro dotierten Promotionspreise als herausragende Auszeichnung. Professorin Dr. Denise Hilfiker-Kleiner, Forschungsdekanin der MHH, überreichte sie gemeinsam mit Dr. jur. Oliver Pramann, stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde der MHH e.V., an Dr. med Anika Wranke (27), MHH-Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, und Dr. rer. nat. Adriana Tomic (30), MHH-Institut für Virologie.

Dr. Anika Wranke

Dr. Anika Wranke untersuchte den Hepatitis-Delta-Virus und die Wirksamkeit einer Behandlung mit Interferon alpha (IFNa). Weltweit bekannt unter den virusbedingten Leberentzündungen sind die Hepatitis B (HBV)- und C-Virus (HCV)-Infektionen. Aufgrund des schwerwiegendsten Verlaufes aller Hepatitis-Infektionen ist jedoch das Hepatitis-Delta-Virus (HDV) in den Fokus der Wissenschaft gerückt. Im Gegensatz zu den anderen beiden Viren gibt es keinen Impfstoff oder erfolgreichen Therapieansatz. Die einzige empfohlene Behandlung mit Interferon alpha (IFNa) wird aufgrund von Nebenwirkungen und eingeschränkter Wirksamkeit kritisch hinterfragt. Basierend auf der Analyse von Anika Wranke konnte das anti-HDV IgM als Marker identifiziert werden, das Patienten anhand des Schweregrades der Erkrankung einteilt und somit Patienten kennzeichnet, die dringend eine Behandlung benötigen. Außerdem konnte die Doktorandin zeigen, dass der klinische Langzeitverlauf durch eine IFNa-basierte Therapie verbessert und diese deshalb weiter empfohlen werden sollte.

Dr. Adriana Tomic

Dr. Adriana Tomic prüfte ein neues Konzept für die Entwicklung eines Impfstoffes gegen das menschliche Cytomegalievirus (CMV). Eine Infektion mit diesem Virus ist die häufigste Ursache für virus-induzierte Missbildungen bei Neugeborenen und kann bei immungeschwächten Transplantationspatienten zu schweren und teilweise lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Wissenschaftler arbeiten daher an einem Impfstoff für diese Patientengruppen. CMV versteht es jedoch meisterhaft, sich der Immunantwort zu entziehen. Ein wirksamer CMV-Impfstoff muss deshalb eine qualitativ und quantitativ bessere Immunität induzieren als die natürliche CMV-Infektion. Adriana Tomic untersuchte neuartige CMV-Varianten, die sowohl eine angeborene als auch eine adaptive Immunantwort hervorrufen und Natürliche Killerzellen sowie CD8 T-Zellen aktivieren. Ihre Ergebnisse sind erfolgversprechend und dienen als Grundlage für die weitere Entwicklung eines CMV-Impfstoffes.

(Veröffentlicht am 15. Mai 2017)