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Region Hannover

Arbeitslosenquote fällt auf 6,6 Prozent

Der Arbeitsmarkt in der Region Hannover entwickelte sich auch im August positiv: Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit weiter gesunken.

Blick von unten auf eine Säule mit einem A drauf, im Hintergrund ein Gebäude. © Bundesagentur für Arbeit (Quelle)

Eine Dienstelle der Bundesagentur für Arbeit

Wie die Bundesagentur für Arbeit nun mitteilte, ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 399 Personen gesunken. Der Arbeitslosenbestand blieb mit 41.303 Personen deutlich unter dem Vorjahreswert -2.948 (-6,7%). 

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote liegt über beide Rechtskreise bei 6,6% und damit 0,6% Punkte unter dem Vorjahr. Insgesamt hatten sich 9.587 Personen im August arbeitslos gemeldet, 305 Personen weniger als im Vorjahresmonat. Gleichzeitig gab es 10.019 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit, 594 Personen weniger als im Vorjahresmonat. Davon konnten 4.654 Personen ihre Arbeitslosigkeit, durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, einer Ausbildung und Eintritte in geförderte Maßnahmen beenden.

Langzeitarbeitslose (länger als ein Jahr arbeitslos)

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sank zum Vorjahresmonat um 1.543 Personen auf 16.629 Personen. In dieser Personengruppe galten 10.856 Personen als gering qualifiziert*. Über 50 Jahre und älter waren in dieser Gruppe 6.778 Personen.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den Arbeitslosen auch die Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahmen und länger erkrankte Personen. Auch die Unterbeschäftigungs­quote ist zum Vorjahr gesunken und lag bei 8,9% (VJ 9,5%; 2% im Rechtskreis SGB III und 6,8 % im Rechtskreis SGB II).

Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung

In der beitragsfinanzierten Arbeitslosenversicherung (SGB III) gab es am Monatsende 10.510 Arbeitslose, das waren 358 weniger als vor einem Monat und -1.339 weniger als vor einem Jahr (- 11,3%). Die anteilige SGB III - Arbeitslosenquote lag bei 1,7%.

In der steuerfinanzierten Grundsicherung (SGB II) sank der Arbeitslosenbestand auf 30.793, das waren 41 Personen weniger als vor einem Monat. Zum Vorjahr sank die Zahl um 1.609 Personen oder -4,9%. Die anteilige SGB II - Arbeitslosenquote betrug 4,9%.

Schwerbehinderte

Die Zahl der Schwerbehinderten stieg zum Vormonat um 53 Personen auf 2.115 Personen. Zum Vorjahresmonat ist das eine Steigerung um 100 Personen. Der Anteil der Schwerbehinderten an allen Arbeitslosen betrug 5,1%, im Vorjahr lag er bei 5%.

Ausländer/Flucht

Die Zahl der arbeitslosen Ausländer stieg auf 14.500 Personen. Das waren 103 oder 0,7 % mehr als im Vormonat, und 55 Männer und Frauen oder 0,4% weniger als im Vorjahresmonat. Zu der Gruppe der Ausländer gehören sowohl Menschen, die schon länger in Niedersachsen leben, als auch neu hinzugekommene Flüchtlinge.

Für den August kann die Zahl der Flüchtlinge konkretisiert werden, die als Asylbewerber nach Deutschland gekommen sind und sich in der Region Hannover um Arbeit oder Ausbildung bemühen. Im August 2018 waren 4.233 Geflüchtete in der Agentur für Arbeit Hannover und dem Jobcenter Region Hannover arbeitslos gemeldet. Das waren 80 mehr als im Vormonat und 819 mehr als im Vorjahresmonat.

Stellenangebote

Im August wurden 2.745 Stellen von den Arbeitgebern gemeldet. Das waren 246 Stellen weniger als im Vormonat. Seit Jahresbeginn wurden uns 22.887 Stellen gemeldet, 750 mehr als im Vorjahr. Im August waren insgesamt 10.772 Stellen zu besetzen, das waren 1.386 (+14,8%) mehr als im Vorjahr.

Die größten Anteile der gemeldeten Stellen verteilen sich auf folgende Bereiche: Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung (22%), Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit (20,8%), Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (18%) sowie kaufm. Dienstleistung, Handel, Vertrieb, Tourismus (12,7%) meldeten den größten Anteil der zu besetzenden Stellen.

Lageeinschätzung

Der gemeinsame Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Hannover und des Jobcenter Region Hannover gibt folgende Lageeinschätzung:

  • Hoher Bedarf an Fahrern/Fahrerinnen mit einem Personenbeförderungsschein bzw. an Interessenten, die sich eine entsprechende Erlaubnis ausstellen lassen würden.
  • Weiterhin besteht eine hohe Nachfrage im Handwerk und in sozialen Berufen. Ein Quereinstieg ist dabei möglich. Im Handwerk und in der ambulanten Pflege wird der Führerschein nicht immer vorausgesetzt.
  • Die hohe Nachfrage nach Berufskraftfahrern im Bereich Lager/Logistik/Transport besteht unvermindert.

(Veröffentlicht: 30. August 2018)