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Leibniz Universität

Förderung für Forschungsvorhaben

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert ein Forschungsprojekt zur Entwicklung eines digitalen Assistenten, der Studierenden helfen soll, eigenverantwortlicher und effizienter zu studieren.

Im neuen Verbundprojekt "Studienindividualisierung durch digitale, datengestützte Assistenten (SIDDATA)" arbeitet die Leibniz Universität Hannover (LUH) an der Entwicklung eines digitalen Assistenten („Robo-Software“), der Studierenden bei der besseren Gestaltung ihres persönlichen Studienweges helfen soll. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben im Rahmen des Forschungsprogramms „Innovationspotentiale digitaler Hochschulbildung“ mit insgesamt 3,9 Millionen Euro, von denen die LUH rund eine Million Euro erhält. Weitere Projektpartner sind die Universität Osnabrück, die die Federführung übernommen hat, sowie die Universität Bremen und das HIS Institut für Hochschulentwicklung (HIS-HE) in Hannover. Die Projektlaufzeit beträgt zunächst 3,5 Jahre. Bei Erfolg kann das Projekt um weitere 2,5 Jahre verlängert werden.

Im November gestartet

Im November ist das BMBF-Verbundprojekt SIDDATA an der Universität Osnabrück gestartet. Mitinitiator Prof. Dr. Michael H. Breitner, Institut für Wirtschaftsinformatik an der LUH, und der eLearning Service (ZQS/elsa) haben eine Million Euro Drittmittel für die erste Phase bis Frühjahr 2022 eingeworben.

Empfehlungen für den weiteren Studienweg und sinnvolle Studienoptionen

Das Projekt untersucht, ob und auf welche Weise Studierende bei der Erreichung ihrer individuellen Bildungsziele effizient unterstützt werden können, indem bislang unverknüpfte Daten und Informationen in einem individuellen, digitalen Studienassistenten zusammengeführt werden. Als Basis für die "Arbeit" des digitalen Assistenten dienen vorhandene Daten zu Kursen, Inhalten, Lernfortschritt und Leistungen. Hieraus soll der Assistent Empfehlungen für den weiteren Studienweg und sinnvolle Studienoptionen ableiten. Das Projekt setzt hierbei auch auf Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen.

Anforderungen definieren

Das Institut für Wirtschaftsinformatik stellt sich der Herausforderung, den IT-Gesamtprojektmanagementprozess sowie den Software-Qualitätsmanagementprozess zu entwickeln, zu implementieren und durchzuführen. Technische, funktionale und didaktische Anforderungen müssen dabei definiert und einbezogen werden. Bei der Entwicklung werden verschiedene Experten, Studierende und Lehrende aktiv eingebunden, um den Interessen der Nutzer und den vielfältigen Anforderungen der verschiedenen Studiengänge gerecht zu werden.

Privatsphäre beachten

"Wir sehen in dem digitalen Assistenten großes Potenzial unsere Studierenden automatisiert, aber intelligent und individuell in der Gestaltung ihres Bildungsweges zu unterstützen und damit einen Beitrag zu mehr Eigenverantwortung im Studium zu leisten. Wichtig ist es uns auch, gerade bei der Zusammenführung der persönlichen Daten die Privatsphäre zu schützen", erklärt Prof. Dr. Michael H. Breitner, Direktor des Instituts für Wirtschaftsinformatik und Projektleiter der LUH.

Datenschutz

Da sich aus den Daten der Studierenden wertvolle Informationen ableiten lassen, die auch missbräuchlich verwendet werden könnten, widmet sich das Projekt insbesondere dem Thema Datenschutz: "Studierende wissen häufig nicht, welche Datenspuren sie hinterlassen und müssen hierfür sensibilisiert werden. Wir werden deshalb Lern- und Reflexionsangebote konzipieren, die es Nutzerinnen und Nutzern ermöglicht, informiert und kritisch über die Verwendung der eigenen Daten zu entscheiden", erläutert Dipl.-Inf. Arne Koesling von der ZQS/elsa, der das Arbeitspakt zum Datenschutz im Projekt koordiniert. Der Gesamtbeitrag der ZQS/elsa wird von Dipl.-Soz.-Wiss. Doris Meißner koordiniert.

(Veröffentlicht: 21. November 2018)