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Juni 2018

Region Hannover: Arbeitslosigkeit erneut gesunken

Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt hat sich noch verstärkt. Die Zahl der Arbeitslosen in Hannover ist im Juni weiter gesunken, die Arbeitslosenquote lag bei 6,5 Prozent.

Blick von unten auf eine Säule mit einem A drauf, im Hintergrund ein Gebäude. © Bundesagentur für Arbeit (Quelle)

Eine Dienstelle der Bundesagentur für Arbeit

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin positiv – wie die Bundesagentur für Arbeit nun mitteilte, lag die Arbeitslosenquote in Hannover und der Region bei 6,5 Prozent. Im Juni 2017 lag sie noch bei 7,1 Prozent. Auch im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit gesunken, und zwar um 476 Personen. Der Arbeitslosenbestand blieb mit 40.283 Personen deutlich unter dem Vorjahreswert (-3.212).

Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung

In der beitragsfinanzierten Arbeitslosenversicherung (SGB III) gab es am Monatsende 9.869 Arbeitslose, das waren 157 weniger als vor einem Monat und -1.608 weniger als vor einem Jahr (- 11,1%). Die anteilige SGB III - Arbeitslosenquote lag bei 1,6%.

In der steuerfinanzierten Grundsicherung (SGB II) sank der Arbeitslosenbestand auf 30.414, das waren 319 Personen weniger als vor einem Monat. Zum Vorjahr sank die Zahl um 1.604 Personen oder -5,0%. Die anteilige SGB II - Arbeitslosenquote betrug 4,9%.

Langzeitarbeitslose (länger als ein Jahr arbeitslos)

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sank zum Vorjahresmonat um 1.455 Personen auf 16.663 Personen. In dieser Personengruppe galten 10.853 Personen als gering qualifiziert. Über 50 Jahre und älter waren in dieser Gruppe 6.792 Personen, das waren 451 weniger als im Vorjahresmonat (-6,2%).

Schwerbehinderte

Die Zahl der Schwerbehinderten sank zum Vormonat um 11 Personen auf 2.095 Personen. Zum Vorjahresmonat ist das eine Steigerung um 32 Personen. Der Anteil der Schwerbehinderten an allen Arbeitslosen betrug 5,1%, im Vorjahr lag er bei 4,7%.

Ausländer/Flucht

Die Zahl der arbeitslosen Ausländer stieg auf 14.210 Personen. Das waren 104 oder 0,7 % mehr als im Vormonat, und 385 Männer und Frauen oder 2,6% weniger als im Vorjahresmonat. Zu der Gruppe der Ausländer gehören sowohl Menschen, die schon länger in Niedersachsen leben, als auch neu hinzugekommene Flüchtlinge.

Für den Juni kann die Zahl der Flüchtlinge konkretisiert werden, die als Asylbewerber nach Deutschland gekommen sind und sich in der Region Hannover um Arbeit oder Ausbildung bemühen. Im Juni 2018 waren 3.831 Geflüchtete in der Agentur für Arbeit Hannover und dem Jobcenter Region Hannover arbeitslos gemeldet. Das waren vier weniger als im Mai 2018 und 613 mehr als im Vorjahresmonat.

Stellenangebote

Die Zugänge von Stellenangeboten entwickelten sich positiv. Im Juni wurden 2.748 Stellen von den Arbeitgebern gemeldet. Das waren 483 Stellen weniger als im Vormonat. Seit Jahresbeginn wurden uns 17.151 Stellen gemeldet, 678 mehr als im Vorjahr. Im Juni waren insgesamt 10.543 Stellen zu besetzen, das waren 1.334 (+14,5%) mehr als im Vorjahr.

Die größten Anteile der gemeldeten Stellen verteilen sich auf folgende Bereiche: Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung (22%), Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit (19,6%), Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (19,2%) sowie kaufm. Dienstleistung, Handel, Vertrieb, Tourismus (11,7%) meldeten den größten Anteil der zu besetzenden Stellen.

Lageeinschätzung

Der gemeinsame Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Hannover und des Jobcenter Region Hannover gibt folgende Lageeinschätzung:

  • Gleichbleibend starke Nachfrage nach Erziehern, Sozialassistenten und Sozialpädagogen
  • In der Bildungsbranche sind besonders IT-Trainern und Ausbildern (Handwerk, u.a.) gesucht
  • Die Arbeitnehmerüberlassung bietet aufgrund der anstehenden Neuansiedlungen in der Region Hannover weiterhin sehr gute Einstiegschancen in den Arbeitsmarkt. Vor allem im Bereich Lager/Logistik werden viele neue Stellen mit niedrigen Anfor-derungen gemeldet. Die Zeitarbeit wird hier oft als Rekrutierungsinstrument genutzt.
  • Im Bereich Lager/Logistik/Transport besteht eine unvermindert hohe Nachfrage nach Fachkräften. Berufskraftfahrer werden diesbezüglich verstärkt qualifiziert.
  • Die Gastronomie hat Hochsaison und sorgt für einen hohen Bedarf an gelernten und ungelernten Arbeitskräften in Service und Küche.
  • Unternehmen im Baubereich bieten Stellen mit übertariflicher Bezahlung, um sich Fachkräfte zu sichern.

(Veröffentlicht: 2. Juli 2018)