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Landeshauptstadt Hannover

Jugendhilfe im Strafverfahren

Die folgende Leistungsbeschreibung gilt für die Landeshauptstadt Hannover.
Bei Ermittlungs- und/oder Strafverfahren gegen Jugendliche (14 bis 17 Jährige) oder Heranwachsende (18 bis 20 Jährige), die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, wird von den Jugendgerichten automatisch die Jugendgerichtshilfe zur Unterstützung des Jugendlichen oder Heranwachsenden und deren Erziehungsberechtigten bzw. Familienangehörigen herangezogen.

Die Zusammenarbeit mit den jungen Menschen während eines laufenden Ermittlungs- bzw. Strafverfahrens ist ein Schwerpunkt der Arbeit der Jugendhilfe im Strafverfahren. Im Vordergrund stehen nicht der Tatvorwurf, sondern die jeweilige individuelle Lebenssituation: Was hat zu dem Verhaltens des jungen Menschen geführt und wie können individuelle Bewältigungs- und Lösungsmöglichkeiten aussehen.

Der Bericht in der Gerichtsverhandlung bezieht sich auf die

  • persönlichen Lebensumstände,
  • erzieherischen, sozialen und fürsorglichen Gesichtspunkte,
  • erarbeiteten Bewältigungs- und Lösungsmöglichkeiten und
  • gegebenenfalls zu ergreifenden Maßnahmen.

Nach dem Verfahren werden die Weisungen und Auflagen überwacht, die von der Staatsanwaltschaft oder von dem Gericht erteilt worden sind. Bei Bedarf, werden die jungen Menschen und deren Angehörigen auch nach dem Verfahren beraten.

Rechtsgrundlagen

§ 52 Sozialgesetzbuch – Achtes Buch (SGB VIII)
§ 38 Jugendgerichtsgesetz (JGG)