Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Campingplätze

HannoverCard

More Languages

English Nederlands Francais Espagnol italiano portuguese norwegian japanese svenska polski russian chinese dansk korean turkish eesti arabic suomi

Zuletzt aktualisiert:

Schutzstreifen

Was ist ein Fahrradschutzstreifen?

 Ein sogenannter Schutzstreifen verläuft am äußeren Fahrbahnrand. Er ist erkennbar durch markante gestrichelte Linien auf der Fahrbahn und das Fahrrad-Piktogramm. Er hat in der Regel eine Breite von 125 bis 160 Zentimetern. Der Schutzstreifen markiert einen sicheren Bereich auf der Straße für Radfahrerinnen und Radfahrer. Achtung, die Schutzstreifen sind nicht zu verwechseln mit den Radfahrstreifen, die ebenfalls auf der Fahrbahn verlaufen, aber eine durchgezogene Linie haben.

Wann kommen Schutzstreifen zum Einsatz?

Fahrradschutzstreifen findet man innerhalb von Ortschaften auf Durchgangsstraßen mit mittlerem Verkehrsaufkommen. Er kommt zum Einsatz, wenn der Platz für einen Radfahrstreifen oder einen Radweg nicht reicht. Im Gegensatz zum klassischen abgetrennten Radweg stellt der Schutzstreifen sicher, dass andere Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer die Person auf dem Rad gut im Blickfeld hat. Der Schutzstreifen gilt daher bei Experten als sicherer. Rad- und Autoverkehr sind dank des Streifens getrennt und behindern sich nicht gegenseitig.

Welche Regeln gelten für Radfahrende, wenn es Schutzstreifen gibt?

Generell gilt: Ist ein Schutzstreifen auf der Fahrbahn markiert, müssen Radfahrer ihn benutzen. Ausnahme: Der angrenzende Fußweg ist auch für den Radverkehr freigegeben. Verläuft der Schutzstreifen nur auf einer Seite der Fahrbahn, wird er auch nur in einer Fahrtrichtung genutzt. Auf der gegenüberliegenden Seite gelten die dort ausgeschilderten Regeln, für gewöhnlich fahren Radfahrerinnen und -fahrer dann direkt auf der Straße.

Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen die Schutzstreifen zum Abbiegen oder Überholen verlassen. Dabei sollten Autofahrer oder andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet werden – das gilt auch beim Vorbeifahren an parkenden Fahrzeugen.

An (Ampel-)Kreuzungen sind an den Schutzstreifen extra Haltelinien aufgebracht, damit Radfahrende im Blickfeld von Autofahrerinnen und -fahrern sind. So gibt es keinen „Toten Winkel“. Die Ampelsignale gelten für Auto- und Radfahrer – außer es gibt eine separate Fahrradampel.

Welche Regeln gelten für Kraftfahrzeuge?

Autos fahren grundsätzlich neben dem Schutzstreifen, nicht auf dem Streifen. Nur in Ausnahmefällen dürfen Autos auf dem Schutzstreifen fahren, um einem größeren entgegenkommenden Fahrzeug auszuweichen. Aber auch hier gilt: Radfahrende nicht gefährden. Normalerweise sind die Fahrbahnbreiten ohne den Schutzstreifen darauf ausgelegt, dass sich zwei Pkw begegnen können. Parken ist auf den Schutzstreifen verboten. Es ist jedoch erlaubt, mit dem Auto bis zu drei Minuten auf dem Schutzstreifen zu halten.