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Auf den Spuren berühmter Komponist*innen

Händel, Joachim und viele mehr haben in Hannover gewirkt.

In der Zeit, als Hannover welfische Residenzstadt, später dann Residenz Kurhannovers und schließlich Hauptstadt des Königreichs Hannover war, haben zahlreiche namenhafte Komponisten in Hannover meist als Hofkapellmeister oder Konzertmeister gearbeitet. Auch heute kann man noch die eine oder andere Wirkungsstätte besichtigen.  

Agostino Steffani

Der Komponist Agostino Steffani wurde am 25. Juli 1654 in Castelfranco Veneto, Venetien geboren. Von 1689 bis 1696 war Steffani Hofkapellmeister in Hannover und komponierte zur Eröffnung des Schlossopernhaus im Leineschloss 1689 die Oper "Enrico Leone". Fast in jedem Jahr folgte eine weitere neue Oper. 1696 verließ Steffani Hannover in Richtung Brüssel.

Georg Friedrich Händel

Der Komponist Georg Friedrich Händel wurde am 5. März 1685 in Halle an der Saale geboren. Unter seinen vielen Stationen war auch Hannover, denn von 1710 bis 1712 war Händel Hofkapellmeister in Hannover. Während dieser Zeit komponierte Händel eine Reihe von Vokalduetten und dirigierte Schlosskonzerte im Leineschloss. 1712 verließ Händel Hannover in Richtung London. Die Wassermusik und die Feuerwerksmusik erklingen regelmäßig in den Herrenhäuser Gärten.

Wilhelm Herschel

Der Astronom und Komponist wurde am 15. November 1738 in Hannover geboren. Bereits im Alter von 14 Jahren trat er als Oboist und Violinspieler der kur-hannoverschen Fußgarde bei. Sein Regiment wurde bei Ausbruch des Siebenjährigen Krieges nach England verlegt, das damals Hannover in Personalunion verbunden war. Im Herbst 1756 kehrte er mit dem Regiment nach Hannover zurück, ging aber unmittelbar danach nach London. In England entdeckte er später als Astronom nicht nur den Planeten Uranus, sondern war auch als Komponist tätig. Er komponierte zahlreiche Sinfonien, Konzerte, Orgelwerke und Werke der Kammermusik. Zu Ehren von ihm und von seiner Schwester Caroline Herschel, die ebenfalls Astronomin war, trägt die Volkssternwarte Hannover den Beinamen "Geschwister Herschel".            

Heinrich Marschner

Marschner-Statue © AxelHH (Wikipedia)

Marschner-Statue

Der Komponist Heinrich Marschner wurde am 16. August 1795 in Zittau geboren. Von 1831 bis 1859 war Marschner Hofkapellmeister in Hannover. Er war sowohl im Schlossopernhaus im Leineschloss, als auch ab 1852 im heutigen Opernhaus tätig. Das Opernhaus ersetzte ab 1852 das Schlossopernhaus im Leineschloss. Marschners Opern "Der Bäbu" (1838) und "Austin" (1852) wurden in Hannover uraufgeführt. Zwischen 1830 und 1850 gehörte Marschner zu den führenden deutschen Opernkomponisten. Eine Statue von Marschner steht heute auf der Georgstraße, in unmittelbarer Nähe zum Opernhaus.

Joseph Joachim

Der Komponist und Violinist Joseph Joachim wurde am 28. Juni 1831 im ehemals ungarischen Kittsee bei Pressburg geboren. Von 1853 bis 1865 war er königlicher Konzertmeister in Hannover. Fünf seiner Werke wurden in Hannover uraufgeführt: Op. 7 Ouvertüre zu William Shakespeares Heinrich IV., Op. 11 Violinkonzert Nr. 2 d-Moll "in ungarischer Weise", Op. 13 Ouvertüre „In Memoriam Heinrich von Kleist“, Violinkonzert Nr. 3 G-Dur (Deutsche Erstaufführung) und die Sinfonie C-Dur, freie Orchesterfassung von Franz Schuberts Grand Duo für Klavier zu vier Händen. Zu Ehren von Joseph Joachim gibt es in Hannover regelmäßig den hoch dotierten Internationalen Joseph Joachim Violin-Wettbewerb.

Johannes Brahms

Der Komponist und Pianist Johannes Brahms wurde am 7. Mai 1833 in Hamburg geboren. In den 1850er Jahren war er oft in Hannover, da er mit Joseph Joachim eng befreundet war. Joachim war zu der Zeit königlicher Konzertmeister in Hannover. Brahms lies sich auch oft von Joachim musikalisch beraten. So entwickelten sie zum Beispiel gemeinsam die Orchestrierung zu Brahms' 1. Klavierkonzert, das 1859 in Hannover uraufgeführt wurde.

Clara und Robert Schumann

Die Pianistin und Komponistin Clara Schumann (geborene Wieck) wurde am 13. September 1819 in Leipzig geboren. Hannover zählte zu ihren wichtigsten Auftrittsorten, so gab sie bereits im Januar und Februar 1835 fünf Konzerte in Hannover. Auf der Reise wurde sie von ihrem Vater, Friedrick Wieck, begleitet. Er veranlasste auch, dass Clara von dem bekannten Lithographen Julius Giere in Hannover porträtiert wurde, das Porträt war als Werbematerial gedacht. 19 Jahre später, im Jahr 1854 kam Clara Schumann zusammen mit ihrem Ehemann Robert Schumann erneut nach Hannover. Diese Reise sollte die letzte für Robert Schumann gewesen sein. Clara Schumann wollte in Hannover vor allem Joseph Joachim und Johannes Brahms treffen. Mit Joseph Joachim gab Clara Schumann am 21. Januar 1854 auch ein gemeinsames Konzert in Hannover. Weitere Konzerte in Hannover folgten in den Jahren 1857 und 1859. Unter der Leitung Joseph Joachims wurde 1865 Schumanns Manfred op. 115 erstmals vollständig in Hannover aufgeführt. Ihr 16. und gleichzeitig letztes Konzert in Hannover gab Clara Schumann am 12. November 1881.

Hans von Bülow

Der Klaviervirtuose, Dirigent, Kapellmeister und Komponist Hans von Bülow wurde am 8. Januar 1830 in Dresden geboren. Am 7. Januar 1854 trat er in einem Konzert der Hannoverschen Hofkapelle auf. Bei dieser Gelegenheit lernte er Joseph Joachim kennen, der zu der Zeit in Hannover Konzertmeister und Dirigent war. Durch Joachim lernte er auch dessen Freund Johannes Brahms kennen, der sich zu dieser Zeit häufig in Hannover aufhielt. Nach einem längeren Aufenthalt in Berlin, ging von Bülow 1877 nach Hannover. Bis 1879 bekleidetet er in Hannover die Stellung des königlichen Hofkapellmeisters. 1877 wurde er ebenfalls Mitglied im Hannoverschen Künstlerverein (im heutigen Künstlerhaus). 1887 wurde von Bülow der erste Chefdirigent der berühmten Berliner Philharmoniker.

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