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Naturbiotop

Mergelgrube Misburg

Ein von den Vereinten Nationen (UN) ausgezeichnetes Biotop.

Eine stillgelegte Mergelgrube.
© LHH

Ein einzigartiges Biotop: Die Mergelgrube in Misburg. 

Seit 1970 wird hier kein Mergelbau mehr betrieben. Seitdem hat sich hier ein bedeutendes Biotop entwickelt. Derzeit gibt es 180 zum Teil sehr seltene Pflanzenarten, so zum Beispiel mehrere Orchideenarten wie das Fleischfarbene Knabenkraut oder die Echte Sumpfwurz. Außerdem wurden zwei Arten der Armleuchteralge, die in Niedersachsen seit 1897 als verschollen galten, erstmals wieder dokumentiert. Neuerdings wurden auch zwei Arten des Wasserschlauchs, einer fleischfressenden Pflanze, nachgewiesen. Weil mit größerer Abbautiefe der Salzgehalt des Bodens zunimmt, finden auf der Grubensohle sogar salztolerante Pflanzen wie Strandaster und Salzbunge einen Lebensraum, die üblicherweise nur an den Meeresküsten beheimatet sind. Auch für die Tierwelt bietet die Mergelgrube attraktive Lebensräume. So ist bei Amphibien das Vorkommen des Kammmolches zu beobachten. Bei den Vögeln ist neben den Gewässer- und Röhrichtbewohnern der mehrjährige Bruterfolg des Uhus besonders bemerkenswert. Am südöstlichen Rand der Mergelgrube hat zudem der Eisvogel ein für ihn geeignetes Quartier gefunden. Auch Libellen sind in großer Vielfalt zu bewundern. Des Weiteren bietet die Mergelgrube einer Reihe von Tieren und Pflanzen, die vor Beginn des Mergelabbaus noch im gesamten Bereich des sogenannten "Seckbruchs" anzutreffen waren, ein Rückzugsgebiet. Am 18. April 2018 wurde die Mergelgrube von den Vereinten Nationen (UN) als ein "Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt" ausgezeichnet.

Von der Aussichtsplattform an der Erika-Pfingsten-Straße 7 kann man täglich rund um die Uhr die Mergelgrube beobachten.

An einzelnen Terminen werden auch Führungen angeboten. Die Termine finden Sie dann hier.

Adresse

  • Erika-Pfingsten-Straße 7
  • 30629 Hannover