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Veranstaltungskalender

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Mitte

Die Stadtmitte ist seit dem Mittelalter vom Marktgeschehen bestimmt: Kaufhäuser, Verwaltungen, Banken und Versicherungen prägen bis heute das Stadtbild. Die Anfänge der Stadt reichen weiter zurück.

 

Der Herrenhof am heutigen Ballhofplatz und der Markt vor dem alten Rathaus bestehen seit dem frühen 11. Jahrhundert. Der zwischen dem Aegidien- und Steintor angelegte mandelförmige Stadtgrundriss mit drei Längsstraßen wurde bald flächig überbaut. Die wirtschaftliche Bedeutung wuchs ebenso wie das Selbstbewusstsein, das mit der Urkunde 1241 von Herzog Otto I. von Braunschweig-Lüneburg anerkannt wurde. Als 1636 Herzog Georg Hannover zu seiner Residenz machte, ließen ihm die Bürger wenig Raum für ein höfisches Leben.

Deshalb konzentrierte er sich auf die Calenberger Neustadt. Sie wurde befestigt, Markt und Kirche wurden angelegt, landesherrliche Behörden und Bedienstete zogen nach, Hotels siedelten sich an. Die von 1707 bis 1824 selbständige Stadt entwickelte sich zum Entree der Residenz. Erst durch den Bahnanschluss (1843) und das Ende des Königreiches 1866 verlagerte sich das wirtschaftliche Zentrum zum Kröpcke hin. Der Durchbruch der Karmarschstraße 1879 – 98 verstärkte die Citybildung, während die Altstadt an Bedeutung verlor. Im Wiederaufbau nach den leidvollen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde die Innenstadt durch den „Cityring“ erweitert und die Nutzungen neu geordnet. Die Wahl Hannovers zur Hauptstadt des Landes Niedersachsen (1946) und die Einrichtung der Industriemesse (1947) gaben weiteren Auftrieb.

Beginenturm

Der halbrunde Beginenturm war der fünfte und stärkste Turm der mittelalterlichen Stadtmauer. Die hannoverschen Bürger errichteten ihn 1357 an der Leine gegenüber der landesherrlichen Burg Lauenrode. Der Bau demonstriert augenfällig das städtische Selbstbewusstsein: Tief ins Hohe Ufer gegründet, 23 Meter hoch aufragend und mit drei Meter dicken Mauern vermittelte er den Bürgern Schutz und war zugleich Drohung nach außen. Die oberen schmalen gotischen Fenster dienten der Aussicht und Verteidigung. Heute noch fallen zwei Ringe und ein Haken aus Eisen über den Fenstern auf, die einst einen hölzernen Klappladen zum Schutz der Verteidiger hielten. Eine Zeitlang diente der Turm als Gefängnis, danach als Torflager, Wohnung und zuletzt als Gaststätte. Heute ist er musealer Lernort der Stadtgeschichte.

Adresse: Am Hohen Ufer, 30159 Hannover

 

Neues Rathaus

Nach zwei Wettbewerben 1896 und 1897 plante der Architekt Hermann Eggert um einen „Ehrenhof“ eine Gruppe von drei Gebäuden: Rathaus, Bauamt (im Krieg zerstört) und das bestehende Museum August Kestner. Statt des üblichen Turms erhielt das 129 m lange und 124 m tiefe Rathaus eine Kuppel – angelehnt an das Berliner Reichstagsgebäude. Die reich geschmückten Fassaden wurden in Formen der Neurenaissance ausgeführt, weshalb der Bau im Volksmund auch „Schloss Heinrich“ hieß – nach dem damals amtierenden Stadtdirektor Heinrich Tramm. Der Trammplatz als Vorhof, der landschaftlich angelegte Maschpark und die imposante monumentale Wirkung faszinieren noch heute, haben aber mit der demokratischen Öffnung des Gebäudes und seiner Institutionen ihre einschüchternde Kraft verloren.

Adresse: Trammplatz 2, 30159 Hannover
Weitere Informationen zum Neuen Rathaus

Anzeiger-Hochhaus

Als stadträumlicher Akzent zeugt das Anzeiger-Hochhaus von der besonderen Macht der Presse in der Weimarer Republik. Der neungeschossige Betonskelettbau mit der grünen Planetariumskuppel wurde von August Madsack für den Hannoverschen Anzeiger bei dem Hamburger Klinkerbaumeister Fritz Höger in Auftrag gegeben und in den Jahren 1927 – 28  realisiert. Das dynamische Aufwärtsstreben der Pfeiler und Lisenen, die Stufung der Obergeschosse, genau wie die überhöht gestuften Durchgänge und die Hinführung zur kathedralartigen Schalterhalle machen den Bau zum Ereignis, das sich im handwerklichen Detail des Klinkermauerwerks fortsetzt. Das Hochhaus war 1930 eines der acht Hochhäuser in Hannover, darüber hinaus markiert es den Beginn der Verwendung des Klinkers für Wohnbauten der „roten Moderne“.

Adresse: Goseriede 9, 30159 Hannover

 

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