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Bühnen

Zum letzten Mal: Die verlorene Oper. Ruhrepos

Der Dramatiker Albert Ostermaier greift Brechts nie realisierte Oper auf, indem er das Projekt leidenschaftlich weiterdenkt. Das Stück unter der Regie von Thorleifur Örn Arnarsson ist zum letzten Mal am 8. Juni im Schauspielhaus zu sehen.

Die verlorene Oper

Was für ein Werk hätte das werden können: jenes Ruhr-Epos, geschrieben von Bertolt Brecht mit Musik von Kurt Weill. Ein avantgardistisches Theaterprojekt "episch-dokumentarischen Charakters", gedacht für ein Publikum aus allen Schichten der Bevölkerung, mit Film, Musik und Szenen.

In Auftrag gegeben wurde es 1927 in Essen, zwei Jahre vor Entstehung der Dreigroschenoper. Brecht und Weill hatten bereits vor Ort recherchiert, im "Pott", an der Wiege der deutschen Industrialisierung. Dann begann die antisemitische Hetze und das Projekt wurde von der Kulturpolitik schnöde fallengelassen. Die Partitur ist verschwunden. Übrig blieben ein paar hingeworfene Stichworte: Brecht, Weill, Koch, Ruhr, 1927, Messer.

Das Projekt

Der Dramatiker Albert Ostermaier greift diese Stichworte auf und denkt das damals visionäre Projekt leidenschaftlich weiter: Er entwirft ein Szenario vom Himmel bis zur Hölle, das spielerisch, in losen Szenen, Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Ruhrgebiets zu einem neuen Mythos bindet. Drei Götter lässt er auf die Erde reisen und suchen, was der dahinsiechenden Welt Rettung verspricht...

Premiere war am dem 31. Januar 2019.

Termin(e): 08.06.2019 
von 18:00 bis 21:00 Uhr
Ort

Schauspielhaus

  • Prinzenstraße 9
  • 30159 Hannover
Preise:
Normalpreis 23,00 - 45,00 €
Ermäßigt 11,50 - 34,00 €
Vorverkauf: