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Ausstellungen

Der Goldene Brief

"Drei Länder, zwei Könige und ein Missverständnis – der Goldene Brief": so lautet der vollständige Titel der Ausstellung, die bis 8. September in der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Bibliothek zu sehen ist.

Der Goldene Brief des birmanischen Königs Alaungphaya an den britischen König Georg II. ist eine der Kostbarkeiten in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek. Geschrieben auf reinem Gold, besetzt mit kostbaren Rubinen und verstaut in einem Elefantenstoßzahn, ging er im Mai 1756 auf seine über 20.000 km lange, fast zwei Jahre dauernde Reise von Birma nach London – und von da unbeantwortet und nahezu unbeachtet weiter in die Königliche Bibliothek nach Hannover.
Die Ausstellung zeigt die spannende Geschichte dieses Briefes – eine Geschichte von drei Ländern, zwei Königen und (mindestens) einem Missverständnis. Dargestellt wird die politische Situation in Birma, dem heutigen Myanmar, sowie die Personalunion, denn der Adressat des Briefes war zugleich Kurfürst von Hannover. Und neben den zwei beteiligten Königen war auch die East India Company ein wichtiger Akteur. Anhand der Überlieferungsgeschichte des Objektes in der Königlichen Bibliothek wird das Missverständnis deutlich, denn der Brief wurde lange Zeit falsch verstanden, galt zeitweise sogar als verschollen.

Als ein einmaliges Zeugnis asiatisch-europäischer Beziehungen wurde der Goldene Brief im Jahr 2015 in das UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen. Diese Ausstellung wurde anlässlich der Übergabe der UNESCO-Urkunde an die GWLB im März 2017 konzipiert.

Festakt zur Übergabe der UNESCO-Urkunde

In einem Festakt übergab die Präsidentin der deutschen UNESCO-Kommission in Anwesenheit der Niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, der Botschafterin von Myanmar sowie einer Vertreterin der British Library am 29. März die Urkunde an die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek.

"Der Goldene Brief ist ein bedeutender Teil des Kulturerbes in Niedersachsen. Er dokumentiert die jahrhundertealte Verbindung mit dem britischen Königreich", sagte die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur Gabriele Heinen-Kljajić. "Die Landesregierung misst der Wahrung des kulturellen Erbes hohe Priorität bei. Daher haben wir in den vergangenen Jahren viel investiert, um Landesbibliotheken und -museen gut für die Zukunft aufzustellen."

    
Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, betonte in ihrer Ansprache: "Der Goldene Brief ist ein einzigartiges Zeugnis der birmanischen und europäischen Geschichte. Er spiegelt die asiatisch-europäischen Beziehungen im 18. Jahrhundert und die politischen Verhältnisse im Europa jener Zeit wider. Als gemeinsames Erbe dreier Länder inspiriert dieser kunstvoll gearbeitete Brief, uns mit der Vergangenheit zu beschäftigen und daraus Lehren für die Gegenwart und Zukunft zu ziehen."

Anne May, Direktorin der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, bedankte sich für die Auszeichnung und betonte die Verpflichtung, die mir ihr verbunden ist: "Sie unterstützt uns in unserem Auftrag, das Kulturerbe Niedersachsens, das wichtiges Quellenmaterial für die Forschung ist, zu erhalten, es zu erschließen und zu digitalisieren, um es in Forschungsinfrastrukturen oder öffentliche Portale, wie das Kulturerbeportal Niedersachsen, einzubinden und für alle Interessierten sichtbar und nutzbar zu machen."

In seinem Festvortag beleuchtete Prof. Dr. Jürgen Nagel, Experte für die Geschichte Europas in der Welt an der FernUniversität in Hagen, den historischen Kontext des Goldenen Briefes.

Führungen

  • Do, 11.5., 16:00 Uhr
  • Di, 23.5, 15:00 Uhr
  • Do, 1.6., 16:00 Uhr
  • Di, 20.6., 15:00 Uhr
  • Mi, 5.7., 16:00 Uhr
  • Do, 20.7., 16:00 Uhr
  • Di, 1.8., 16:00 Uhr
  • Do, 24.8., 16:00 Uhr 

Um Anmeldung unter kultur@gwlb.de wird gebeten.

Termin(e): 30.03.2017 bis 08.09.2017
montags  dienstags  mittwochs  donnerstags  freitags 
von 09:00 bis 19:00 Uhr
30.03.2017 bis 08.09.2017
samstags 
von 10:00 bis 15:00 Uhr
Ort

Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek

  • Waterloostraße 8
  • 30169 Hannover