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Bühnen

Extrem laut und unglaublich nah

Das Stück nach dem gleichnamigen Roman von Jonathan Safran Foer ist im Schauspielhaus Hannover zu sehen. Nach dem Tod seines Vaters findet Oskar einen geheimnisvollen Schlüssel und begibt sich auf die Suche nach dem passenden Schloss. 

Ein sitzender Mann mit Brille und eine Frau. © Katrin Ribbe

Thomas Neumann und Beatrice Frey

Handlung

Der neunjährige Oskar Schell ist Pazifist, Erfinder, Schmuckdesigner und Perkussionist, wie es auf seiner Visitenkarte heißt. Der Verlust seines Vaters Thomas, der bei den Anschlägen auf das World Trade Center am 11. September 2001 ums Leben kam, stürzt Oskar in tiefe Trauer. Während er das Geschehen live im Fernsehen verfolgte, hatte der Vater vergeblich versucht, die Familie telefonisch zu erreichen.

Ein blonder Mann steht mit dem Rücken an eine Wand gepresst. © Katrin Ribbe

Daniel Nerlich in der Hauptrolle des Jungen Oskar.

In einer Vase findet Oskar als letzte Hinterlassenschaft einen geheimnisvollen Schlüssel. Er steckt in einem Briefumschlag, der mit "Black" beschriftet ist.Im New Yorker Telefonbuch gibt es 472 Menschen mit diesem Namen. Aber vielleicht ist "Black" auch gar kein Name. Bewaffnet mit einem Tamburin, begibt sich Oskar auf die Suche nach dem passenden Türschloss. 

Hintergrund

Oskar mit seinem Instrument ist ein Wiedergänger von Günther Grass' Oskar Matzerath aus der "Blechtrommel". Wie Grass geht es Foer um das Ausloten einer Familiengeschichte, ihrer Geheimnisse und Traumata. Oskar Schell möchte verstehen, warum sein Vater so sinnlos sterben musste. Auf seiner Odyssee begegnet er verschiedensten Menschen, die ihm ihr Leben erzählen.

Verwoben mit Oskars Suche nach Antworten ist das Schicksal seiner Großeltern, die nach der Bombardierung Dresdens nach Amerika geflüchtet waren. Eine Tiefenbohrung in die schmerzvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts, die immer wieder zwischen Trauer, Komik
und Absurdität oszilliert. 

Über den Autor

Jonathan Safran Foer (geb. 1977) arbeitete nach einem Studium der Philosophie und Literatur in Princeton als Ghostwriter und Rezeptionist, bevor ihm 2002 mit seinem autobiografisch gefärbten Debütroman "Alles ist erleuchtet" der internationale Durchbruch gelang. "Extrem laut und unglaublich nah" erschien 2005 und wurde 2011 verfilmt.

Termin(e): 25.04.2018 
von 19:30 bis 22:20 Uhr
08.05.2018 
von 19:30 bis 22:20 Uhr
13.05.2018 
von 19:30 bis 22:20 Uhr
19.05.2018 
von 19:30 bis 22:20 Uhr
22.05.2018 
von 19:30 bis 22:20 Uhr
Ort

Schauspielhaus

  • Prinzenstraße 9
  • 30159 Hannover
Preise:
ab 31,00 €
Vorverkauf:

Freie Platzwahl auf der Bühne.

Die Vorstellungen im April 2018 sind bereits ausverkauft!