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Kurzführer Made in Germany Drei

Bei der dritten Ausgabe von Made in Germany steht der Begriff der Produktion im Zentrum. 

Bei der dritten Ausgabe von Made in Germany steht der Begriff der Produktion im Zentrum. In den letzten Jahren ist in der Kunst eine wieder verstärkte Selbstbefragung der künstlerischen Herangehensweisen beobachtet worden – auch im Fokus auf die spezifischen Bedingungen der Kunstproduktion in Deutschland. Das Produzieren wird von Künstlerinnen und Künstlern insbesondere im kollektiven Arbeiten, prozessualen Vorgehen und in zeit-basierten Formaten sowie in der Auseinandersetzung mit Herstellungs- und Präsentationsorten thematisiert. Diese drei Herangehensweisen haben die Auswahl der 41 künstlerischen Positionen in der Ausstellung mitbestimmt. In den sehr unterschiedlichen Räumen und Kontexten der Kestner Gesellschaft, des Kunstverein Hannover und des Sprengel Museum Hannover sind zum großen Teil neue Arbeiten entstanden. Erstmals sind als Partner die KunstFestSpiele Herrenhausen, das Schauspiel Hannover und das Festival Theaterformen assoziiert. Das Arbeiten in Netzwerken wird nicht nur durch die eingeladenen Künstlerkollektive und -programme sichtbar, sondern ist auch Teil des Produktionsvorgangs der meisten Werke.

Trotz der Parallele zu allgemeinen ökonomischen Strukturen ist das künstlerische Produkt weniger fest umrissen und effizient, ist die Produktion hier eher als kontinuierliche Verhandlung von Bedeutungen und Inhalten zu verstehen. Die Auseinandersetzung mit den spezifischen Orten und Kontexten wird sichtbar an den Neuproduktionen in der Ausstellung, in denen unter anderem Werkgenesen und Herstellungsverfahren offen gelegt werden. Hierzu gehört nach wie vor die globalisierte Kunstwelt und die erweiterten Aktions- und Lebenskreise der eingeladenen Künstlerinnen und Künstler. Die persönliche Positionierung des Einzelnen, sowohl im Privaten wie auch mit Bezug auf die kulturelle Identität, wird vielfach angesprochen. Zugleich ist die Frage präsent, wie Bewertungen und Sinnstiftungen beim omnipräsenten Druck des Aktuellen möglich sind und was einer vollkommenen Vereinnahmung durch permanente Präsenz und Zirkulation entgegenzusetzen ist. Mit der Betonung des Prozesses und der Vielschichtigkeit der Ausstellungsorte gewinnen die Spannungsfelder von gegenwärtigem künstlerischen Arbeiten in Produktion. Made in Germany Drei eine, so hoffen wir, neue Aktualität und Brisanz vor Ort.