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hervorragender Resonanz

Produktion. Made in Germany Drei - die Bilanz

Die dritte Ausgabe der Gemeinschaftsausstellung „Made In Germany“ von Kestner Gesellschaft, Kunstverein Hannover und Sprengel Museum Hannover ging am 3. September mit hervorragender Resonanz des Publikums zu Ende.

Sascha Hahn (Sprengel Museum Hannover) © Sascha Hahn (Sprengel Museum Hannover)

Sascha Hahn (Sprengel Museum Hannover)

Die einzigartige Gemeinschaftsproduktion der drei Kunstinstitutionen von Hannover hat innerhalb von drei Monaten 64 414 BesucherInnen (inklusive der Gäste der Kooperationsprojekte) begeistert. Zum ersten Mal waren neben den Kunstinstitutionen auch die Kooperationspartner KunstFestSpiele Herrenhausen, Schauspiel Hannover und Festival Theaterformen mit Projekten beteiligt, die den Brückenschlag zwischen den Künsten und die Entgrenzung durch Digitalisierung eindrucksvoll unterstrichen.

Bilanz

Im großen Kunstsommer 2017 - mit der Biennale von Venedig, der documenta 14 in Kassel und Athen sowie Skulptur Projekte Münster - bot Hannover einen ganz eigenen Blick auf die Kunst der Gegenwart. Produktion. Made in Germany Drei war mit dem Fokus auf die Produktionsbedingungen für Künstlerinnen und Künstler in Deutschland erstmals eine thematisch ausgerichtete Ausstellung. Wie Reinhard Spieler, der Direktor des Sprengel Museum Hannover festhält, „Weniger ideologisch als die documenta, weniger globalisierungsfixiert als die Biennale, aber dennoch mit einer klaren inhaltlichen Fragestellung nach den Produktionsbedingungen heutigen Kunstschaffens hat Produktion. Made in Germany Drei ein ganz eigenes Profil entwickelt.“

Mit 31 Positionen und einem zusätzlichen Fokus auf performative Formate mit ca. 20 eigens für Hannover konzipierten Aufführungen wurde den Besuchern eine hoch aktuelle und konzentrierte Ausstellung präsentiert. Junge, international gefragte KünstlerInnen wie u.a. Daniel Knorr (documenta14, 2017), Yorgos Sapountzis (Biennale von Venedig, Skulptur Projekte Münster – beide 2017), Julius von Bismarck (Moskau Biennale 2016, Palais de Tokyo, Paris 2013) und Peles Empire (Katharina Stöver und Barbara Wolff: Skulptur Projekte Münster 2017) haben den internationalen Diskurs der zeitgenössischen Kunst nach Niedersachsen gebracht.

„Die Ausstellung »Produktion. Made in Germany Drei« hat es wieder einmal geschafft, Hannover als institutionell wichtigen Kunststandort zu vergegenwärtigen. Insbesondere konnten wir eine breite mediale Wahrnehmung sowie zahlreiche Besuche des Fachpublikums, aber auch eine regional sehr gute Resonanz erreichen.“ äußert sich Kathleen Rahn, die Direktorin des Kunstvereins Hannover, am Ende der Ausstellung. „Es ist uns gelungen, das Profil der Großausstellung thematisch zu schärfen, so dass Produktion. Made in Germany Drei als konzentrierte Schau auf der Höhe der Zeit rezipiert wird,“ so Christina Végh, Direktorin der Kestner Gesellschaft, die Ausstellung hat „[…] nicht allein zur bundesweiten und internationalen Aufmerksamkeit des Standorts Hannover geführt, sondern die Stadt selbst beflügelt: durch neue Kooperationspartner aus den aufführenden Künsten, ebenso natürlich die politischen und wirtschaftlichen Kräfte vor Ort“.

Die Resonanz zeigt sich sowohl in der Zahl von Sponsoren und Förderern wie auch in der Erweiterung des Unterstützerkreises des Projektes. Nicht zuletzt spiegelt es sich in der Breite des Altersspektrums der Besucherinnen und Besucher (zwischen 18 und 74 Jahren). Rund 50% gehörten der Altersgruppe von 45 bis 65 Jahren an.

Kooperationen

„Neben der künstlerischen Qualität der Ausstellungen und Aufführungen hat die Vernetzung der sechs Kunstinstitutionen die besondere Strahlkraft des Projektes ausgemacht – in den überregionalen Medien wie auch im Austausch zwischen den BesucherInnen. Beim Theaterpublikum wurde die Lust auf bildende Kunst, bei den Kunstliebhabern das Interesse an Theater und Performance geweckt“, sagt Martine Dennewald, künstlerische Leiterin des Festivals Theaterformen, eines der größten Festivals für internationales zeitgenössisches Theater in Deutschland.

Auch die KunstFestSpiele Herrenhausen und das Schauspiel Hannover haben mit eigenen Projekten die Bedeutung der performativen Künste im Austausch mit der bildenden Kunst gezeigt. "Wir freuen uns, dass die Zusammenarbeit mit Made in Germany nach allen Seiten so produktiv und erfolgreich war. Das wollen wir gerne weiter verfolgen. Die KunstFestSpiele Herrenhausen sind weiteren Kooperationen gegenüber grundsätzlich sehr aufgeschlossen.“ bilanziert der Dramaturg der KunstFestSpiele Herrenhausen, Stephan Buchberger.

Begleitprogramm

Mit mehr als 300 Führungen für alle Altersgruppen, KünstlerInnen-gesprächen und spannenden Diskussionsveranstaltungen war das Begleitprogramm zur Ausstellung vielfältig und zeigt den intensiven Austauschs zwischen KünstlerInnen, KuratorInnen und dem Publikum. Gabriele Sand, Kuratorin des Sprengel Museum Hannover bilanziert „… so haben die vielen Künstlergespräche, Diskussionen, Ausstellungs-gespräche und Veranstaltungen einen nachhaltigen Dialog entstehen lassen, der für alle drei Institutionen – Kunstverein Hannover, Kestner Gesellschaft und Sprengel Museum Hannover - auch in Zukunft dem Diskurs um die Kunst ein breiteres Publikum eröffnet und mit dem Flair von Internationalität und Weltoffenheit im Sommer 2017 Hannover als Kulturstadt einmal mehr bestätigt haben.“

Medienresonanz

Mit einem breiten, überregionalen Echo in allen Medien ist Produktion. Made in Germany Drei von der Landkarte der großen Kunstaus-stellungen in Deutschland nicht mehr wegzudenken. Nicht nur die großen überregionalen Printmedien (u.a. FAZ, Süddeutsche Zeitung, DIE ZEIT), Fachmagazine wie Monopol oder Kunstforum International sondern auch Fernsehen und Hörfunk haben die Ausstellung in mehr als 300 Beiträgen reflektiert. Im Bereich der sozialen Medien wurden mit facebook live Videos und Formaten wie einem InstaWalk neue Zielgruppen erreicht.

Die mediale Resonanz über alle Generationen hinweg ist bemerkenswert und wohl auch Ausdruck der „Möglichkeit für drei Generationen von KuratorInnen, ein gemeinsames Bild zu zeichnen“ stellt Milan Ther, Kurator der Kestner Gesellschaft, fest. „Das institutionsübergreifende Arbeiten im Kollektiv der KuratorIinnen ist seit Beginn 2007 eines der besonderen Merkmale des Ausstellungsformates „Made in Germany“. Bei der dritten Ausgabe zeigt sich das kollektive und netzwerkbasierte Arbeiten künstlerischer Produktionsprozesse in besonderer Weise.“ konstatiert Ute Stuffer, Kuratorin des Kunstvereins Hannover.

Ausblick

Zehn Jahre nach der ersten Ausstellung „Made in Germany“ wurde das Profil des Projektes durch die Internationalisierung der deutschen Kunstlandschaft bei gleichzeitiger Fokussierung auf zeitgenössische Fragestellungen geschärft. Die fruchtbare Erweiterung in andere Bereiche der Kunst hat die komplexen zeitgenössischen Tendenzen aufgegriffen und damit die kulturelle Dynamik und das Potential der Künste sichtbar werden lassen. Die Direktorinnen von Kestner Gesellschaft und Kunstverein Hannover, der Direktor des Sprengel Museum Hannover und das Team der KuratorInnen freuen sich auf die vierte Ausgabe von „Made in Germany“.