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Flussgeschichten

Von der Isar bis zum Ganges - Bilder von sechs Flüssen sind vom 1. September bis 9. Oktober in der Ausstellung "Flussgeschichten" in der Galerie für Fotografie (GAF) in Hannover zu sehen.

Oder

Geschichten über Flüsse haben schon immer einen großen Reiz auf Fotografen ausgeübt. Ihrem Roten Faden folgen, das verheißt Begegnungen und immer wieder neue Bilder. Je länger der Fluss,  desto abwechslungsreicher in der Regel die ihn umsäumenden Landschaften, urbanisiert oder naturbelassen. Flüsse waren schon immer Lebensadern, eigentlich unabhängig davon, wie breit und lang sie sind. Und wie Albert Schweitzer schon richtig sagte: Auch die großen Flüsse brauchen die kleinen Wasser.

Fernweh, Mythen und Geschichten

Flüsse boten den frühen Siedlern frisches Wasser, Nahrung, einen Transportweg und oft auch Schutz, denn von der Flussseite waren sie nicht leicht anzugreifen. Heute sind die großen Flüsse wie die Oder, die Wolga oder der Ganges vor allem wichtige Transportwege. Aber egal, an welchem Fluss man steht, Leine oder Elbe, sie befördern immer auch unser Fernweh, bergen Mythen, erzählen Geschichten und versprechen Abenteuer.

Sechs Fotografen aus der ganzen Welt

Weil die Flüsse dieser Welt so unterschiedlich sind, zeigt die GAF in dieser Ausstellung die Arbeiten von fünf Fotografen und einer Fotografin. Sie stammen aus China, Italien, Polen und Deutschland. Ihre Flussgeschichten sind so unterschiedlich fotografiert, wie es die sechs Flüsse sind, ihre Protagonisten. Nur 295 Kilometer lang ist die Isar und sie ist in ihrem ganzen Lauf nicht schiffbar. Der Fotograf Martin Friedrich hat sie über mehrere Jahre hinweg mit einer Großbildkamera und analog als reines Landschaftsthema fotografiert.

 

Ganges als Lebensader

Zehn Jahre lang hat der italienische Fotograf Giulio Di Sturco den Ganges für sein Projekt "Ganga Ma" auf einer Länge von 2500 Kilometern in großformatigen Bildern analog fotografiert. Der Fluss bildet die Lebensgrundlage für 400 Millionen Menschen, die an seinen Ufern leben. Die Vergiftung des Flusses und der gesunkene Wasserstand bedrohen ihr Leben. Basierend auf den Traditionen der Dokumentarfotografie bemüht sich Di Sturco in seiner Bildsprache, die durch eine ganz eigene Farbigkeit der Ganges-Bilder dominiert wird, darum, eine Mischung von Realität und Fiktion zu erreichen.

Ganges

Kamelzüchter, Fischer und Computernerds an der Wolga

Die Fotografin Tamina-Florentine Zuch hat für die Zeitschrift "Stern" mit der Reporterin Bettina Sengling fast die gesamte Wolga bereist, mit 3.500 Kilometern den längsten Fluss Europas. Dabei hat sie Kamelzüchter, Fischer und auch Computernerds in der Zukunftsstadt Innopolis, also das enorm unterschiedliche Leben am Strom, fotografiert. In einer abwechslungsreichen Mischung aus Landschaften, Porträts  und szenischen Bildern hat der deutsch-amerikanische Fotograf Jasper Bastian in seiner Arbeit "Across the River" den Fluss Ibar fotografiert, der die nord-kosovoische Stadt Mitrovica seit 22 Jahren nicht nur geografisch teilt. Seitdem ist der Fluss für viele Albaner als auch Serben aus Angst eine unüberbrückbare Grenze geworden.

Wolga

Geschichten von der Oder

Und mit enorm impressiven Farbfotografien, die dem Fluss eine ganz besondere Ästhetik verleihen, hat der polnische Fotograf Mikolaj Nowacki Polens größten Fluss, die Oder, fotografiert. Dazu hat er ein Buch veröffentlicht, der polnische "National Georgraphic" hat seine Geschichte publiziert und sein Oder-Essay wurde bereits in mehreren internationalen Galerien und Museen gezeigt.

Termine

01.09.2022 bis 09.10.2022 ab 12:00 bis 18:00 Uhr
donnerstags freitags samstags sonntags

Ort

Galerie für Fotografie (GAF)
Seilerstraße 15D
30171 Hannover

Dies ist eine Veranstaltung mit freiem Eintritt

Vernissage 31. August um 19 Uhr