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Silke Rokitta: Imago mortis

Die Galerie Metavier präsentiert vom 14. Mai bis 4. September die Ausstellung „Imago mortis“ der hannoverschen Künstlerin und Fotografin Silke Rokitta, die anhand ihrer fotografischen Arbeit einen exklusiven Einblick in die Gruft der Berliner Parochialkirche gewährt.

Arbeit von Silke Rokitta

Silke Rokitta hat vor ihrem Studium der Bildenden Kunst und Fotografie eine Ausbildung zur Friedhofsgärtnerin absolviert und setzt sich in ihrer künstlerischen Arbeit auf vertraute Weise mit Bestattungskultur und dem Mysterium der Vergänglichkeit und Impermanenz auseinander. Ihre Ausstellung „Imago mortis“ zeigt Aufnahmen, welche die Situation in der Gruft der Parochialkirche künstlerisch so dokumentieren, wie sie sich der Fotografin 2001 bot. Neben der Architektur und Atmosphäre der unterirdischen Räumlichkeiten stehen die dekorativ gestalteten Särge und die Mumien der Verstorbenen im Zentrum dieser außergewöhnlichen Serie. Der visuelle Besuch in der Gruft der Parochialkirche lädt dazu ein, dem Anblick der Toten zu begegnen, ihre Person und Individualität wahrzunehmen und sie am Ort ihrer Bestattung aufzusuchen. Während es in der Zeit des Barock üblich war, die Verstorbenen zu besuchen und einige Särge dafür sogar mit speziellen Guckfenstern ausgestattet sind, verhandelt die Arbeit von Silke Rokitta ganz grundsätzlich, wie wir den Toten gedenken, wie wir ihnen begegnen und wie wir sie betrachten. 

Am 11.06.2022 um 18:00 Uhr richtet die Künstlerin einen Leichenschmaus aus, der passend zu ihrer künstlerischen Arbeit in die Zeit des Barock entführt und historische kulinarische Genüsse offenbart. Eine üppige Tafel lädt zum Schlemmen ein und verkörpert die Dankbarkeit und den Genuss im unmittelbaren Moment. Die Plätze für die Teilnahme sind begrenzt und werden im Losverfahren vergeben. Die Kosten betragen 38 Euro pro Person. Anmeldung bitte bis zum 7.6. per Mail an galerie@metavier.de. 

Am 18.06.2022 um 18:00 Uhr präsentiert metavier begleitend zur Ausstellung „Imago mortis“ einen Vortrag der Forschungsstelle Gruft aus Lübeck. Unter dem Titel „Ruhe in Frieden bis zum Jüngsten Tag? – Zum Umgang mit historischen Grüften“ geben Dr. Regina Ströbl und Dr. Andreas Ströbl einen Einblick in ihre archäologische und restauratorische Arbeit und erörtern die sehr unterschiedlichen Standpunkte, die es zum Umgang mit sterblichen Überresten gibt. 

Termine

21.05.2022 bis 04.09.2022 ab 11:00 bis 15:00 Uhr
samstags

Ort

metavier – Galerie vom Anfang und Ende
Minister-Stüve-Straße 14
30449 Hannover

Dies ist eine Veranstaltung mit freiem Eintritt