Andere Ausstellungshäuser

Von den Spuren einer Suche

Vom simulierten Mondaufenthalt bis zum Verschwinden der Wildvögel: So vielfältig sind die Themen der Arbeiten der Bachelorabsolventen des Studiengangs Fotojournalismus und Dokumentarfotografie der Hochschule Hannover, die vom 23. Juni bis zum 3. Juli in der Galerie für Fotografie zu sehen sind.

Susanne Baumann setzt sich in ihrer Arbeit mit der "Rückkehr zum Mond" auseinander.

Die Bachelorabsolventen des Studiengangs Fotojournalismus und Dokumentarfotografie der Hochschule Hannover haben sich in diesem Sommersemester auf Spurensuche begeben und ganz individuelle Wege gefunden, die Spuren ihrer Suche im fotografischen Medium sichtbar zu machen. So folgt Carsten Kalaschnikow mit seinem Projekt "Bakunawa" den Spuren vorkolonialer Mythen auf den Philippinen. Das Projekt ist eine Auseinandersetzung sowohl mit dem Fremden als auch mit dem Bekannten, denn die Mutter des Fotografen wurde auf den Philippinen geboren.

 

Khalid Aziz hat sich in privaten Wohnräumen umgeschaut und dort fotografiert.

Khalid Aziz spürt den Namen von WLANs (SSID) nach, um die Menschen dahinter zu finden und sie mithilfe eines Porträts und einer Fotografie aus ihrem persönlichen Wohnraum zu enträtseln. Mit der Rückkehr zum Mond und den damit zusammenhängenden Forschungen beschäftigt sich Susanne Baumann. Im Zentrum ihres Projekts steht ein simulierter Mondaufenthalt, den die Fotografin als "Analog-Astronautin" begleiten durfte.

 

Jan Nasemann beschäftigt sich mit der Wahrnehmung des eigenen Körpers im Raum.

Jan Nasemann widmet sein Filmprojekt dem Prozess der Propriorezeption, die uns die Mobilität im Raum sichert und den wenig bekannten, aber lebensnotwendigen Sinn über die Lage des eigenen Körpers im Raum beschreibt. Unter dem Titel "Der stille Himmel" geht Philip Bartz dem Verschwinden der Wildvögel nach. Hierzu dokumentiert er die Arbeit des Komitees gegen den Vogelmord, eines europaweit agierenden Vereins, der sich dem Schutz der Zugrouten von Zugvögeln verschrieben hat.

Gustav Lorenz begleitet eine Gruppe junger Erwachsener am äußersten Stadtrand von Freiburg auf ihrer Suche nach einer anderen Form des Zusammenlebens. Der Ort, den er findet, ist kein utopischer, der sich nie erreichen lässt, sondern vielmehr ein Sehnsuchtsort, der sich zwischen Idealen und gesellschaftlichen Anforderungen manifestiert. In vielen Arbeiten wird ein Verschwimmen der Grenze zwischen Fiktion und Realität spürbar. So nimmt etwa das Gemeinschaftsprojekt "Das perfekte Verbrechen: Zur
Ermordung der Realität" von Jan A. Staiger und Malte Uchtmann die Allgegenwärtigkeit des fiktiven Mords im deutschen Krimi zum Ausgangspunkt, um zu untersuchen, inwiefern vermeintliches Wissen über Kriminalität und Polizeiarbei durch fiktionale Darstellungen entsteht.

 

Termine

23.06.2022 bis 03.07.2022 ab 12:00 bis 20:00 Uhr
montags dienstags mittwochs donnerstags freitags samstags sonntags

Ort

Galerie für Fotografie (GAF)
Seilerstraße 15D
30171 Hannover

Dies ist eine Veranstaltung mit freiem Eintritt

Vernissage am 22. Juni 2022 / 19 Uhr