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Poznań

Ausstellung: Vertriebene 1939

Im Rahmen des 40-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Hannover-Poznań zeigt die Ausstellung "Vertriebene 1939" mit rund 400 Fotografien, Plakaten und Dokumenten die traumatischen Erlebnisse und Erfahrungen der polnischen Zivilbevölkerung, die während des Zweiten Weltkriegs aus Teilen Polens deportiert wurde.

Ausstellung "Vertriebene 1939" © LHH

Ausstellung "Vertriebene 1939"

Die gewaltsamen Zwangsaussiedlungen, Inhaftierungen und Ermordungen von insgesamt 1,5 Millionen polnischer und jüdischer Bürger*innen waren zugleich Teil der nationalsozialistischen Bevölkerungspolitik, die in der Errichtung von KZs und im Holocaust gipfelte. An ihrer Stelle wurden Volksdeutsche aus Osteuropa angesiedelt, denn das Ziel der Besatzer war die völlige Germanisierung der Territorien. In einem Distrikt namens Warthegau sollte eine "blonde Provinz" als ein Laboratorium zur Züchtung des germanischen Herrenmenschen entstehen.

Zu den betroffenen Gebieten gehörten u. a. die Provinz Poznań,  ein Teil des Lodzer Gebiets, Pommern, das nördliche Masowien und Schlesien.

Mit dieser Ausstellung möchten die Städte Hannover und Poznań anlässlich von 40 Jahren Städtepartnerschaft den Zwangsaussiedlungen gedenken, die in diesem Jahr genau 80 Jahre zurückliegen und die mit dem zunehmenden Fehlen von Zeitzeugen in Gefahr geraten, vergessen zu werden.

Die Ausstellung wurde von dem Kurator Jacek Kubiak mit Unterstützung von Małgorzata Schmidt (visuelle Gestaltung) und Janusz Zemer (Koautor) und in Zusammenarbeit mit dem Institut für Nationales Gedenken und dem Polnischen Städteverband konzipiert.

Rahmenprogramm

15. Juni 2019 · 11–13 Uhr
Volkshochschule Hannover, Foyer

Gesprächskonzert im Rahmen der bundesweiten Aktion "Tag der offenen Gesellschaft" mit den Ensembles Megaphon und Gohar. Der Eintritt ist frei.

26. Juni 2019 · 18 Uhr
Volkshochschule Hannover, Raum 114

Film: Eine blonde Provinz - Polen und der deutsche Rassenwahn
(2008, eine rbb/ARTE-Produktion, 52 Minuten)

Der Film von Jacek Kubiak und Klaus Salge dokumentiert anhand von konkreten Schicksalen in berührender Weise das noch immer belastende Kapitel in der deutsch-polnischen Geschichte. Die Dokumentation erhielt er 2010 den Deutsch-Polnischen Journalistenpreis.
Mit einer Einführung von Jacek Kubiak.

Termin(e): 13.06.2019 bis 11.07.2019
montags  dienstags  mittwochs  donnerstags  freitags 
von 08:00 bis 20:00 Uhr
13.06.2019 bis 11.07.2019
samstags 
von 10:00 bis 18:00 Uhr
Ort

Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover

  • Burgstraße 14
  • 30159 Hannover