HANNOVER.DE | Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Zuletzt aktualisiert:

Programm 2020

Das Eigene im Anderen – das Andere im Eigenen

Rolf Bier, Matthew Cowan, Christian Dootz, Inka Nowoitnick zeigen in der Ausstellung "Das Eigene im Anderen – das Andere im Eigenen" – den Blick auf andere Kulturen. 

Ausstellungseröffnung: Freitag, 13. März 2020 um 19 Uhr

Begrüßung: Konstanze Beckedorf; Einführung: Anne Prenzler

Die Ausstellung geht von der These aus, dass Kulturen immer transkulturell konstituiert sind, dass jede Kultur das Ergebnis eines interkulturellen Austauschs darstellt und jeder nationalstaatlich argumentierende Kulturbegriff im Grunde ein Konstrukt darstellt. Die beteiligten Künstler*innen untersuchen, wie wir auf vermeintlich "andere" Kulturen schauen, was unseren Blick prägt, und wie wir uns Dinge – bewusst oder unbewusst – aneignen.

  • Was ist eigentlich eine andere Kultur?
  • Wieviel Eigenes ist im vermeintlich Anderen zu finden und umgekehrt?
  • Wieviel Anderes entdecke ich im Eigenen?

Bei Rolf Bier geht es unter anderem um die Strategie des Sammelns als Welt- und Kulturaneignung in der Tradition der Kunst- und Wunderkammern der Renaissance. Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist eine private Sammlung von Ostasiatika.

Christian Dootz hat sich die Stadt Kairo nachts im Schutz der Dunkelheit mit der Kamera angeeignet und zeigt an überraschenden Beispielen, wie sich hier Architekturen und urbane Szenerien als Konglomerate von westlichen und östlichen Auffassungen präsentieren.

Inka Nowoitnick untersucht anhand der Entwicklung ihrer eigenen Ikonografie und Bildauffassung verschiedene kulturelle Einflüsse. Sie führt uns regelrecht eine Entwicklung vom christlich abendländisch geprägten Tafelbild zum im Orient vorherrschenden Ornament vor, wobei auch ersteres von der Künstlerin durchaus als ein kulturell "Anderes" begriffen wird.

Matthew Cowan untersucht kulturelle Äußerungen wie Rituale und Traditionen überall auf der Welt mit den Strategien der künstlerischen Aneignung, Transformation und Fälschung und erfindet eigene performativ einsetzbare Objekte. In Kooperation und mit freundlicher Unterstützung des Historischen Museums Hannover wird eine neue Arbeit mit Bezug zu Hannover entstehen.

Die Heidelberger Wissenschaftlerin Monica Juneja lehrt als Professorin für Globale Kunstgeschichte des Exzellenzclusters "Asia and Europe in a Global Context" an der Universität Heidelberg und forscht unter anderem zu einem transkulturell aufgefassten Kulturbegriff.

Zur Ausstellung sind eine Lecture mit Monica Juneja und ein Künstler*innengespräch vorgesehen. 

Kuratiert von Inka Nowoitnick und Anne Prenzler.

Weitere Termine und Informationen

Vortrag & Artist Talk

26.04.2020, 16:00 Uhr

Prof. Dr. Monica Juneja (Global Art History, Universität Heidelberg) und Künstler*innen

SonnTALK – Einladung zum Gespräch über die Kunst

Jeweils sonntags 14:00 Uhr

Termin(e): 13.03.2020 ab 19:00 Uhr
14.03.2020 bis 26.04.2020
dienstags  mittwochs  donnerstags  freitags  samstags  sonntags 
von 11:00 bis 18:00 Uhr
Ort

Städtische Galerie KUBUS

  • Theodor-Lessing-Platz 2
  • 30159 Hannover