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Angela Hampel, Ohne Titel, 1984; Lithografie auf Silberkarton, 10,6 x 14,9 cm

© VG Bild-Kunst, Bonn 2017 / Foto: Herling/Gwose, Sprengel Museum Hannover

Ausstellungen

Grafik Ost

In Fortsetzung der Sammlungspräsentation aus dem Jahr 2014 nimmt das Sprengel Museum in dieser Ausstellung vom 6. September bis zum 10. Dezember die Druckgrafik aus der Zeit der DDR in der eigenen Sammlung in den Blickpunkt.

Bereits 2014 widmete sich im Sprengel Museum Hannover die Ausstellung "Zeichnung Ost" den Handzeichnungen von Künstlern in der DDR. In Fortsetzung dieser Sammlungspräsentation nimmt die Ausstellung Grafik Ost jetzt die Druckgrafik aus der Zeit der DDR in der eigenen Sammlung in den Blickpunkt.

Wie die DDR-Kunst nach Hannover kam

1988 erwarb das Land Niedersachsen für das Sprengel Museum Hannover eine Sammlung von 413 Werken von DDR-Kunst, die bislang noch nie gezeigt wurden. In der Mehrzahl handelt es sich um Druckgrafik, daneben wenige Handzeichnungen und Fotografien. In der Ausstellung "Grafik Ost" wird eine Auswahl von etwa 100 Druckgrafiken aus diesem Konvolut gezeigt. Die Sammlung wurde in den 1980er-Jahren von dem Diplomaten und späteren Bürgermeister von Leipzig, Dr. Georg Girardet, in Berlin zusammengetragen. Von 1978 bis 1985 war er als Referent in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR in Ost-Berlin tätig, dabei von 1980 bis 1985 als Kulturreferent. In dieser Zeit führte er zahlreiche Kulturveranstaltungen in der Ständigen Vertretung durch, darunter eine Beuys-Ausstellung in Anwesenheit von Joseph Beuys. Seine Funktion ermöglichte ihm auch den engen Kontakt mit den bildenden Künstlern in der DDR.

Die Bedeutung der Druckgrafik in der DDR

Die Druckgrafik spielte als künstlerisches Medium in der DDR eine herausragende Rolle. Die Grafik war vor allem in den 1970er- und 1980er-Jahren neben einem "Refugium der Künste" auch ein "Medium der Freiheit". Die SED-Kulturpolitik war an dieser Kunstform nicht sehr interessiert, andererseits nahm das Erlernen grafischer Techniken in den gut ausgestatteten Werkstätten und an den künstlerischen Fach- und Hochschulen einen hohen Stellenwert ein. Zudem spielte die Grafik eine wesentliche Rolle in den Etablierungsprozessen einer künstlerischen Sub- und Gegenkultur.

Sprengel Museum zählt zu den wenigen west-deutschen Institutionen mit DDR-Kunst

Die Ausstellung findet statt im Rahmen des überregionalen Verbundprojektes "Land der Grafik", welches sich grafischen Sammlungen mit Kunst aus der DDR widmet. Das Sprengel Museum Hannover besitzt, vermittelt durch den Galeristen Dieter Brusberg und die jüngsten Ankäufe der FAMAKulturstiftung eine große Sammlung an DDR-Kunst, und zählt damit zu den wenigen west-deutschen Institutionen mit einem solchen Bestand.

Termin(e): 06.09.2017 bis 10.12.2017
mittwochs  donnerstags  freitags  samstags  sonntags 
von 10:00 bis 18:00 Uhr
12.09.2017 bis 05.12.2017
dienstags 
von 10:00 bis 20:00 Uhr
Ort

Sprengel Museum Hannover

  • Kurt-Schwitters-Platz
  • 30169 Hannover
Preise:
Sammlung des Museums und Sonderausstellungen 7 Euro
SchülerInnen (ab 13 Jahre), Auszubildende, Studierende, Wehr-/Ersatzdienstleistende, Arbeitslose, Senioren (ab 65 Jahren) 4 Euro
Gruppen ab zehn Personen 5 Euro, ermäßigt 3,50 €
Kinder (bis 12 Jahre) frei
Schulklassen frei