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Sascha Weidner

Das Sprengel Museum widmet sich vom 29. Juli bis zum 19. November den subjektiven Bildwelten des deutschen Fotografen, der im April 2015 im Alter von 39 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes starb.

Die Bildwelt von Sascha Weidner ist in starkem Maße geprägt von den Wahrnehmungen, Sehnsüchten und Traumbildern einer Generation, deren Credo sich vielleicht am trefflichsten mit dem Slogan "NO FUTURE – MUCH PRESENT" überschreiben ließe. Im Hintergrund hämmern die Drums, schrappen die Gitarren. Doch Weidner schaute mit der Zärtlichkeit eines irritierten Romantikers auf diese Welt, die sich ihm bot, in Osnabrück, wo er 1976 geboren wurde und aufwuchs; in Braunschweig, wo er sein Studium 2004 als Meisterschüler von Prof. Dörte Eißfeldt abschloss; in Los Angeles, Berlin, Frankfurt, Sydney, Kyoto, Peking oder an einem der vielen "namenlosen" Orte dazwischen, an denen er war, um zu fotografieren. Sascha Weidner verstarb am 9. April 2015 während der Arbeit an einem neuen Projekt in Ostfriesland.

Bildwelten wie eine Naturgewalt

Ob vermeintliche Tristesse der Provinz oder weltläufige Ferne: Weidner rang dem Sichtbaren stets nahezu unglaubliche Bilder ab. Als wäre es egal, wo man denn sei, wenn denn vor allem sich selbst nah. Geradezu archetypisch scheinen in Weidners Fotografien Schönheit und Vergängliches miteinander zu kollidieren. Unfälle, Krankheit und Tod sind nahezu mystische Naturgewalten und von eben jener fantastisch-magischen Schönheit, die auch den brutalsten Schicksalsschlägen eigen ist. Farbe entsteht aus aufblitzendem, glitzerndem, vergehendem Licht, Körper stürzen, fallen, hängen, schwingen sich auf oder sind auf irritierende Weise ineinander verschränkt.

Zwischen Melancholie und Überschwang

Die Erfahrung der strukturellen Unbeherrschbarkeit des Seins ist vielleicht das Grundthema, das sich durch das Werk von Sascha Weidner zieht. Die menschliche Existenz ist geworfen in Schönheit. Sie ist konfrontiert mit Bildern, die sie produziert, derer sie Teil ist, die sie zerstört, aus denen sie, "einfach so", wieder verschwindet. Eine stille Melancholie paart sich hier mit einem lebensbejahenden Überschwang.

Die erste umfangreiche Ausstellung zum Schaffen Sascha Weidners

Florian Ebener wies darauf hin, dass sich Sascha Weidner die von Wolfgang Tillmans eroberte Freiheit, den Kanon des Fotografier- und Ausstellbaren zu erweitern, Vorgefundenes und Inszeniertes miteinander zu verschränken, wie kaum ein anderer seiner Generation zu Eigen gemacht hatte. Das Sprengel Museum Hannover schätzt sich glücklich, 2016 eine umfangreiche Schenkung aus dem Nachlass des Künstlers erhalten zu haben, aus der und in Korrespondenz mit den von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung erworbenen Werken die erste umfangreiche Ausstellung Sascha Weidners in einem Kunstmuseum entwickelt wird.

Termin(e): 29.07.2017 bis 19.11.2017
mittwochs  donnerstags  freitags  samstags  sonntags 
von 10:00 bis 18:00 Uhr
01.08.2017 bis 14.11.2017
dienstags 
von 10:00 bis 20:00 Uhr
Ort

Sprengel Museum Hannover

  • Kurt-Schwitters-Platz
  • 30169 Hannover
Preise:
Sammlung des Museums und Sonderausstellungen 7 Euro
SchülerInnen (ab 13 Jahre), Auszubildende, Studierende, Wehr-/Ersatzdienstleistende, Arbeitslose, Senioren (ab 65 Jahren) 4 Euro
Gruppen ab zehn Personen 5 Euro, ermäßigt 3,50 €
Kinder (bis 12 Jahre) frei
Schulklassen frei