Sprengel Museum

Dirk Dietrich Hennig

Anlässlich des Erscheinens des 77. Bandes der von der Stiftung Niedersachsen herausgegebenen Reihe "Kunst der Gegenwart aus Niedersachsen" zeigt das Sprengel Museum bis zum 8. Januar 2023 Werke des in Hannover lebenden Künstlers.

Title: Dirk Dietrich Hennig, Projekt: Carl Gerhardt Rudolf *1922-2012 (2016 -), Carl Gerhardt Rudolf at work in a secret studio of the department MoK (MoK [Moderne Kunst] was a subdivision of KoKo[Kommerzielle Komunikation]in the GDR) in 1973 / 2016 technique: chromogenic vintage print dimensions: 10x15 cm

Wie konstruieren wir Geschichte? Welche Rolle spielen individuelle und kollektive Erinnerungen bei ihrer Entstehung? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der künstlerischen Praxis von Konzeptkünstler Dirk Dietrich Hennig, der 1967 in Herford geboren wurde und heute in Hannover lebt und arbeitet. Hennig konstruiert Kunstgeschichte, und er zieht den Betrachter in einen gesellschaftspolitischen Diskurs über den Begriff der Wahrheit.

"Der wahrhaft virtuose Geschichtenerzähler heißt Dirk Dietrich Hennig (...). Seit 1998 unternimmt der Konzeptkünstler verschiedene ‚historische Interventionen‘ im kunsthistorischen Kontext und wendet sich damit an ein Publikum, das das Sensationelle und ständig Neue sucht und dessen Aufmerksamkeit zu erlangen eine große Herausforderung darstellt. (...) Vergleichbar mit dem scharfsinnigen Verwirrspiel von Orson Welles, der in seiner berühmten Radioadaption von H.G. Wells' ‚The War of the Worlds‘ (1898/1938) oder in dem späten, nicht minder zynischen Film-Essay ‚F for Fake‘ (1974) mit dokumentarisch getarnter Fiktion die Mechanismen des jeweiligen Mediums eindrucksvoll in Szene setzte, geht es Hennig grundsätzlich um Inszenierungen von Kunst. Untrennbar damit verbunden ist eine eindringliche Auseinandersetzung mit dem Kunstbetrieb, mit etablierten Wertmaßstäben und mit den Praktiken des Ausstellungsprozesses. (...)"
Naoko Kaltschmidt, Springerin, Issue 1 - 2009

Hennig erforscht in seinen Arbeiten verschiedene Vorstellungen von Mehrdeutigkeit und Ungewissheit als potenziell produktive Kräfte, oft durch humorvolle historische Geschichten und Dramen.

Die Ausstellung wird gefördert durch und findet in Kooperation mit der Stiftung Niedersachsen statt.

Termine

17.08.2022 bis 08.01.2023 ab 10:00 bis 20:00 Uhr
dienstags

17.08.2022 bis 08.01.2023 ab 10:00 bis 18:00 Uhr
mittwochs donnerstags freitags samstags sonntags

Die Veranstaltung findet nicht statt am:

24.12.2022

25.12.2022

31.12.2022

01.01.2023

Ort

Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover