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Sonderausstellungen

Spuren der NS-Verfolgung

Noch bis zum 29. September können die Besucherinnen und Besucher im Museum August Kestner die Sonderausstellung "Spuren der NS-Verfolgung. Über Herkunft und Verbleib von Kulturgütern in den Sammlungen der Stadt Hannover" besuchen. Die Sonderausstellung widmet sich Besitztümern von Verfolgten des NS-Regimes und erzählt ihre Enteignungs- und Verfolgungsgeschichte.

Über Herkunft und Verbleib von Kulturgütern in den Sammlungen der Stadt Hannover

Das Kestner-Museum erwarb nach 1933 Kunstgegenstände, die vor 1945 Verfolgten des NS-Regimes entzogen wurden. Der Rokoko-Schrank der Hannoveraner Fabrikantentochter Klara Berliner und die Goldmünzen des Arztes aus Großburgwedel Dr. med. Albert David gehören zu diesen Erwerbungen. Sie bilden zwei Schwerpunkte der Ausstellung.

Außerdem beschäftigt sich die Ausstellung mit Kunstgegenstände und Münzen des Berliner Kunsthändlers Dr. phil. Philipp Lederer, des Magdeburger Industriellen Adolf List, des Archäologie-Professors Ernst Langlotz und mit einer attischen Grabstele aus dem 4. Jahrhundert, die der zweitmächtigste Mann des NS-Staats, Hermann Göring, zu seinem 50. Geburtstag erhielt.

20. Jahrestag "Washingtoner Erklärung"

Anlass der Ausstellung ist der zwanzigste Jahrestag der "Washingtoner Erklärung" vom Dezember 1998. Darin verpflichtete sich die Bundesrepublik Deutschland dazu, während der NS-Herrschaft beschlagnahmte Kulturgüter zu identifizieren, deren Vorkriegseigentümer und Erben ausfindig zu machen und mit ihnen "eine gerechte und faire Lösung zu finden". 

Provenienzforschung der Landeshauptstadt Hannover

Seit 2008 erforscht die Landeshauptstadt Hannover in diesem Sinne systematisch die Provenienzen (Herkünfte) des städtischen Kulturgutes. In der Ausstellung werden erstmals die bisherigen Ergebnisse und aktuellen Probleme der Provenienzforschung im Museum August Kestner und im Historischen Museum der Öffentlichkeit präsentiert.

Den Besucher*innen werden die komplizierten Wege geschildert, auf denen die Objekte in den Besitz der Landeshauptstadt Hannover gelangten. Außerdem werden die schwierigen Bemühungen der Provenienzforschung verdeutlicht, berechtigte und ungerechtfertigte Erbansprüche voneinander zu unterscheiden und die heute in aller Welt verstreuten Erben dieser Verfolgten des NS-Regimes ausfindig zu machen.

Begleitprogramm

Ein reichhaltiges Begleitprogramm ermöglicht die Vertiefung der Ausstellungsthemen im Rahmen von Vorträgen und Führungen am 25. August und 15. September, jeweils 11:30 Uhr sowie einer Kuratoren-Führung am 30. August um 15 Uhr. Siehe auch Quartalsprogramm.

Ein Begleitbuch zur Ausstellung erscheint 2019.

Termin(e): 06.12.2018 bis 29.09.2019
dienstags  donnerstags  freitags  samstags  sonntags 
von 11:00 bis 18:00 Uhr
06.12.2018 bis 29.09.2019
mittwochs 
von 11:00 bis 20:00 Uhr
Ort

Museum August Kestner

  • Trammplatz 3
  • 30159 Hannover
Preise:
Erwachsene 05,00 €
Kinder (ab fünf Jahre) 03,00 €
Jahreskarte 25,00 €
MuseumsCard für acht Häuser 60,00 €