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Ausstellungen

Territorien

Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Begriff des Territorialen ist vom 30. November bis 22. Dezember in der Kunsthalle zu sehen.

Besitz, Macht, Herrschaft – Ausgangspunkt einer künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Begriff des Territorialen ist die Begegnung zweier Künstlergruppierungen aus dem Süden und Norden Deutschlands, jeweils in und über Fördervereine organisiert. Aus einer Vorauswahl des jeweiligen Kunstvereins definiert jeweils ein Gremium eine Auswahl von sechs Positionen für die Ausstellungen in Hannover (2017) und München (2018).

Im 16. Jahrhundert dem lateinischen "territorium" entlehnt, stand der Begriff zunächst für "Stadtgebiet". Auch im heutigen Sprachgebrauch umfasst Territorium einen räumlich nicht immer eindeutig begrenzten Bereich, auf den ein Besitz-, Macht- oder Hoheitsanspruch erhoben wird. Sechs Künstlerinnen und Künstler aus München werden zusammen mit drei Künstlerinnen und Künstlern aus Hannover in der Kunsthalle Faust vielschichtig und multimedial aktuellen Raum- und Grenzfragen nachspüren.

In unseren Städten finden zunehmend enorme architektonische, soziale und stadtpolitische Veränderungsprozesse statt. Gesellschaftliche Umstrukturierungen und Wertewandel erfordern im positiven wie negativen Sinne eine Neudefinition des Stadtraums. Die Aufwertung ganzer Quartiere durch Sanierungsprozesse im Kontext des Wandels von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft, der Einsatz umweltfreundlicher Mobilitätssysteme oder die Schaffung verkehrsberuhigter Innenstädte gehen einher mit der Privatisierung öffentlichen Raumes und der Erzeugung von "No-go-areas" und Gentrifizierungsprozessen.

Territorialer Anspruch ist auch individuelle Befindlichkeit des Denkens und somit veränderbar. Hier liegt der gestalterische Ansatz der eingeladenen und heimischen Künstlerinnen und Künstler, gewohnte Strukturen aufzubrechen und neue Sichtweisen zu formulieren.

Termin(e): 30.11.2017 bis 22.12.2017
donnerstags  freitags 
von 16:00 bis 20:00 Uhr
30.11.2017 bis 22.12.2017
samstags  sonntags 
von 14:00 bis 18:00 Uhr
Ort

Kunsthalle Faust

  • Zur Bettfedernfabrik 3
  • 30451 Hannover
Preise:
Eintritt 3,00 €
Eintritt ermäßigt 2,00 €

Ein gesondert finanziertes Kunstvermittlungsprogramm bietet eine Podiumsdiskussion “Wem gehört die Stadt?” sowie mehrere Workshops und Führungen.
Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
Eike Berg, Esther Glück, Eva Ruhland, Thomas Sterna, Stefanie Unruh und Felix Weinold (München), Max Elzholz, Kerstin Henschel und Mareike Poehling (Hannover)