Wilhelm Busch - Deutsches Museum für Karikatur & Zeichenkunst

Money, Money, Money

... oder: Geld regiert die Welt? Das fragt vom 29. Januar bis 15. Mai 2022 das Museum Wilhelm Busch.

Gillray: John Bull ground down

Ob im Großen oder Kleinen, im öffentlichen oder privaten Leben: Ohne Geld geht so gut wie nichts. Wirtschaft und Politik, aber auch Kunst, Kultur oder Sport werden in hohem Maße von Dollar, Rubel oder Euro bestimmt. Geld entscheidet weitreichend über Macht und Einfluss, manchmal auch über Glück oder Unglück. Nicht von ungefähr heißt es deshalb: Geld regiert die Welt. Karikaturisten wären nicht Karikaturisten, hätten sie sich deshalb nicht seit jeher dieses Themas und seiner vielfältigen Aspekte angenommen. Die Zeichnungen und Grafiken erzählen humorvoll, spöttisch oder ironisch eine unterhaltsame, aber auch nachdenklich stimmende Geschichte des Geldes und seiner über die Jahrhunderte konstanten Faszination und Verführungskraft.

Ausstellung aus dem reichen Sammlungsbestand

Die Ausstellung "Money, Money, Money …" kann dabei auf den reichen Sammlungsbestand des Museums Wilhelm Busch zurückgreifen. Kernstück wird die Dauerleihgabe der Aareal Bank, Wiesbaden, sein, eine seit 2009 im Museum Wilhelm Busch aufbewahrte Karikaturensammlung, die sich allein um das Thema Geld dreht.
Der Streifzug durch die Geschichte des Geldes wird in der Mitte des 18. Jahrhunderts beginnen mit Werken wie dem Bilderzyklus "A Rake’s Progress" von William Hogarth, der Geschichte eines jungen Mannes, der durch eine Erbschaft zu einem verschwenderischen Lebenswandel verführt wird und tragisch im Irrenhaus endet.
Er präsentiert aus dem Ende des 18. Jahrhunderts eine Karikatur von James Gillray: "John Bull ground down", in dem Premierminister Pitt und der Prince of Wales Berge von Goldmünzen aus dem englischen Volk – verkörpert durch John Bull – pressen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wird der Streifzug in Frankreich Station machen, wo Honoré Daumier in eindrucksvollen Karikaturen die finanzpolitischen Verstrickungen unter dem Bürgerkönig Louis-Philippe ebenso wie unter Kaiser Napoleon III. aufgedeckt hat – und zeitlos gültige Karikaturen zum oft dramatischen Geschehen an den großen Finanzplätzen dieser Welt, den Börsen, geschaffen hat.
In der jüngeren Vergangenheit sind die deutsche Wiedervereinigung mit der Währungsunion oder die Einführung des Euro wichtige Stationen des Streifzugs – neben den vielen kleinen und großen Dramen aus dem Alltag der Menschen.

Termine

29.01.2022 bis 15.05.2022 ab 11:00 bis 17:00 Uhr
dienstags mittwochs donnerstags freitags samstags sonntags

Eintritt

6,00 Euro

Ermäßigt

4,00 Euro