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Otto Gleichmann, Selbstporträt (Zeichnung für Lithografie), 1922; Bleistiftzeichnung, 24,1 x 16,9 cm

© Anna-Charlotte Kingeling-van Wijhe, Amsterdam / Foto: Stefan Behrens, Sprengel Museum Hannover

Ausstellungen

revonnaH.

Wie Hannover zu einer modernen Kunststadt wurde, zeigt das Sprengel Museum vom 23. September 2017 bis 7. Januar 2018 mit dieser Ausstellung, die den Untertitel "Kunst der Avantgarde in Hannover 1912-1933" trägt.

Mit Beginn der Amtszeit Albert Gideon Brinckmanns als Direktor des städtischen Kestner-Museums begann 1912 das institutionelle Bestreben, die eher konservative Provinzhauptstadt Hannover auf den Weg der künstlerischen Avantgarde zu bringen. Ebenfalls vor dem Ersten Weltkrieg hat Herbert von Garvens begonnen, seine moderne Kunstsammlung zusammenzugetragen. Private Unternehmer wie Hermann Bahlsen und Fritz Beindorff (Pelikan) vergaben zu der Zeit gewerbliche Aufträge für moderne Kunst und begründeten damit das bürgerschaftliche Engagement, das 1916 in der Gründung der Kestnergesellschaft gipfelte. Wie diese beförderte auch die Bildung der Hannoverschen Sezession 1917 durch Ausstellungen und Publikationen die Auseinandersetzung mit den zeitgenössischen Tendenzen wie Expressionismus, Abstraktion und Neue Sachlichkeit – Hannover wurde zu einer "modernen Kunststadt".

Die Entwicklung der hannoverschen Spielart der Neuen Sachlichkeit

Kurt Schwitters zählt in der Weimarer Zeit zu den wichtigsten Künstlern und umtriebigsten "Netzwerkern". Vermittelt durch seine weltweiten Kontakte kamen Künstler wie El Lissitzky (Kabinett der Abstrakten) und László Moholy-Nagy nach Hannover. Im Provinzialmuseum revolutionierte Alexander Dorner die Präsentation und Vermittlung von Kunst, im Salon von Käte Steinitz traf sich die Avantgarde um Schwitters, Künstlergruppen wie "die abstrakten hannover" entstanden. Aus der städtischen Kunstgewerbeschule heraus hatte sich eine hannoversche Spielart der Neuen Sachlichkeit entwickelt. All diese über Hannover hinausreichenden Aktivtäten fanden mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten ihr Ende.

Hannoversche Kunstgeschichte im Sprengel Museum

Die Ausstellung wird diese äußerst lebendige Periode der hannoverschen Kunstgeschichte mit etwa 150 Leihgaben und Werken aus eigenem Bestand in einer großen Sonderausstellung neu aufleben lassen.

Termin(e): 23.09.2017 bis 07.01.2018
mittwochs  donnerstags  freitags  samstags  sonntags 
von 10:00 bis 18:00 Uhr
26.09.2017 bis 02.01.2018
dienstags 
von 10:00 bis 20:00 Uhr
Ort

Sprengel Museum Hannover

  • Kurt-Schwitters-Platz
  • 30169 Hannover
Preise:
Sammlung des Museums und Sonderausstellungen 7 Euro
SchülerInnen (ab 13 Jahre), Auszubildende, Studierende, Wehr-/Ersatzdienstleistende, Arbeitslose, Senioren (ab 65 Jahren) 4 Euro
Gruppen ab zehn Personen 5 Euro, ermäßigt 3,50 €
Kinder (bis 12 Jahre) frei
Schulklassen frei

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.