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Konzerte

1. Sinfoniekonzert mit Stephan Zilias

Ein spannendes Programm für das Niedersächsische Staatsorchester Hannover hat am 27. und 28. September der neue Generalmusikdirektor Stephan Zilias zusammengestellt.

Ein besonderer Auftakt in die neue Konzert-Saison: unter ungewohnten Umständen findet das Antrittskonzert von Stephan Zilias (Bild) als neuer Generalmusikdirektor der Staatsoper Hannover statt. Doch auch für eine kleinere Besetzung und Musizieren auf Abstand hat er ein spannendes Alternativprogramm für das Niedersächsische Staatsorchester Hannover zusammengestellt.

Franz Schubert

Ein Meister der gebrochenen Zwischentöne ist Franz Schubert. Dur klingt nicht ungebrochen heiter, Moll nicht ungebrochen traurig in seiner Musik. In seiner Unvollendeten ist sogar die Form der Sinfonie gebrochen: Aus ungeklärten Gründen schrieb Schubert das Werk 1822, sechs Jahre vor seinem Tod, nicht zu Ende. Hielt er sie mit nur zwei Sätzen für abgeschlossen? War sie ein Experiment auf dem Weg zur romantischen Sinfonie nach Beethoven, das er anlegte, aber nicht „vollenden“ wollte? Mit den offenen Fragen dieses wohl berühmtesten sinfonischen Fragments startet das Niedersächsische Staatsorchester in die neue Konzertsaison.

Györgi Ligeti

Györgi Ligetis Doppelkonzert für Flöte und Oboe von 1972 passt nicht nur unter Corona-Bedingungen auf die Bühne des Opernhauses, sondern auch in die heutige Zeit. Wenn virtuose Solist*innen die Held*innen des Konzertbetriebs sind, sind Flöte und Oboe hier echte Antiheld*innen. Der in Ungarn geborene Komponist, selbst einer der Heroen der Neuen Musik, schreibt virtuos nicht im klassischen Sinn. Die Soloinstrumente verwachsen mit dem Orchester zu einem vibrierenden Klangkörper. Mit minimalen Fluktuationen in Tonhöhe und Rhythmus entstehen faszinierend schwebende Klangflächen. Als Solisten bittet Stephan Zilias zwei Solobläser des Staatsorchesters, Vukan Milin und Juri Vallentin, vor ihr Orchester. 

Ludwig van Beethoven

Die Heldenfrage war für Ludwig van Beethoven bei der Komposition seiner einzigen Oper klar: Leonore, als Mann verkleidet, befreit unter dem Decknamen Fidelio ihren Ehemann Florestan aus politischer Kerkerhaft und bietet der Tyrannei die Stirn. Sie ist eine Heldin. Die Leonoren-Ouvertüre Nr. 3, entstanden 1806 für die Zweitfassung der Oper und heute ein beliebtes Konzertstück, durchmisst alle Stimmungen und Wendungen des Dramas zwischen Angst und Verzweiflung, Hoffnung und Befreiungsjubel.

Programm

Franz Schubert
Sinfonie h-Moll D 759 Unvollendete

György Ligeti
Konzert für Flöte, Oboe und Orchester

Ludwig van Beethoven
Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 op. 72b

Interpreten

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Stephan Zilias, Dirigent

Termin(e): 27.09.2020 ab 11:00 Uhr
27.09.2020 ab 17:00 Uhr
28.09.2020 ab 19:30 Uhr
Ort

Staatsoper Hannover

  • Opernplatz 1
  • 30159 Hannover
Preise:
24,00 € bis 49,00 ggf. zzgl. Gebühren
Vorverkauf:

Buchungen von Gruppen-, Familien- oder barrierefreien Plätzen können nur telefonisch unter +49 511 9999 1111 erfolgen.