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Bühnen

Abgesagt: Best Off Festival 2020

Das für den 23. bis 25. April geplante Festival ist abgesagt worden. Bereits gekaufte Tickets werden kostenfrei erstattet.

Aus 30 Bewerbungen hat eine Auswahljury fünf herausragende Inszenierungen für die Teilnahme am Theatertreffen Best Off − Festival Freier Theater der Stiftung Niedersachsen nominiert. Diese Best Off_professionals erhalten bereits für die Nominierung je 10.000 EUR. Erweitert wurde das Festival zusätzlich noch um eine Nachwuchsschiene. Drei studentische Produktionen wurden für den neuen Bereich Best Off_trainees nominiert. Diese erhalten für die Teilnahme 2.000 € Preisgeld und werden beim Festival "außer Konkurrenz" gezeigt.

Eröffnung

Am 23. April wird es mit der Uraufführung eines neuen Stückes des letzten Festivalgewinners krügerXweiss eröffnet. Das Ensemble um Christian Weiß überzeugte 2018 mit der Produktion "Welcome to the comfort zone" und erhielt erstmalig eine Carte Blanche. Diese neue Auszeichnung der besten Gruppe mit einer Produktionsförderung in Höhe von 30.000 EUR soll jeweils zur Umsetzung eines Stückes genutzt werden, dessen Uraufführung das nächste Festival eröffnet. 

"Das Festival 2020 wird viele starke Geschichten, neue Erzählformen, aktuelle gesellschaftliche Debatten und noch unbekannte Gesichter auf die Bühne bringen", freut sich Daniela Koß, Festivalleiterin und Referentin für Theater, Tanz und Soziokultur bei der Stiftung Niedersachsen.

Nominierte Inszenierungen Best Off_Professionals

"#MeBambi oder Das Große Wundern" | Agentur für Weltverbesserungspläne (Hannover)

Die Inszenierung fordert zur kritischen Auseinandersetzung mit weißen Perspektiven auf. Mit Blick auf die Gesellschaft und autobiografische Verweise entspinnt sich eine Erzählung darüber, was passiert, wenn Weißsein als Selbstkonzept ins Bewusstsein rückt.

"Zwischen den Säulen" | Markus&Markus (Springe)

In einer Zeit voller Hass und Menschenfeindlichkeit erzählen Markus&Markus von ihrer Reise in die Welt des Islam. Eine Suche nach Verbindungen und Gemeinsamkeiten, die die Künstlerinnen und Künstler bis nach Mekka führte.

"Hannah und der Punk oder Wie geht Freiheit?" | Theater an der Glocksee (Hannover)

"Die Freiheit, frei zu sein" von Hannah Arendt ist Ausgangspunkt der Inszenierung. Die hoch intellektuelle Auseinandersetzung der politischen Theoretikerin zum Thema Freiheit und politische Teilhabe trifft im Stück auf die hannoversche Punkband "Pisscharge" um die Sängerin Kassandra und wird laut, emotionsgeladen und brachial reflektiert.

"Ein Leben lang kurze Hosen tragen" | Theater Grand Guignol (Braunschweig)

Das Theaterensemble nutzt die archetypische, antiquierte Erzählform des Kasperle-Theaters und erzeugt so Verfremdung der oft realistischen Geschehnisse. Das ausgewählte Stück erzählte eine reale Geschichte von Gewalt und Missbrauch an Kindern und einer bundesdeutschen Jugend in den 60er Jahren.

"Stolz und Vorurteil" | Thermoboy FK (Braunschweig)

Das Kollektiv stellt anhand der literarischen Vorlage von Jane Austen die Verbindung von Liebe und Geld infrage und schreibt das Sittengemälde aus dem 19. Jahrhundert neu und fort. Alle Rollen werden dabei von Männern gespielt. Diese müssen sich als Performer wie auch als Figuren Fragen nach Repräsentation, Sichtbarkeit und Privilegien stellen.

Auswahljury Best Off_professionals

Silke zum Eschenhoff (Leibniz Universität Hannover)
Jan Fischer (freier Journalist)
Markus Heinzelmann (freier Regisseur)
Daniela Koß (Stiftung Niedersachsen)
Nora Somaini (Dozentin an der HMTMH und freie Theatermacherin)
Scout: Taale Frese (Studentin Leibniz Universität Hannover)

Nominierte Inszenierungen Best Off_Trainees

"Heimwerkerpoesie" | Caro & Caro Theaterkollektiv (Hildesheim)

Das Stück thematisiert das leidenschaftliche – oftmals aber laienhafte – Bauen in der Freizeit und bietet eine Inszenierung von Männlichkeit, die Geschlechterstereotypen hinterfragt.

"Comeback" | Tobias Malcharzik (Hildesheim)

Mit "Comeback" versucht Tobias Malcharzik an eine Drag-Performance anzuknüpfen, die er als Kind in der Turnhalle seiner Grundschule aufgeführt hat. Doch das Erinnerte bleibt im Moment des Erinnerns unvollständig: Im Spiel aus Festhalten und Fiktionalisieren entwirft die Performance ein Vexierbild queerer Kindheitserfahrung. Zwischen (Re-)Konstruktion und Suche verdichten sich Interviewschnipsel, Songs von Britney Spears, ein Ententanz sowie Imaginationen zu einem fragmentarischen Duett von Vergangenheit und Zukunft.

"Vater.Rollen" | rio.rot (Braunschweig)

Das Kollektiv setzte sich in seinem Rechercheprojekt intensiv mit der Frage nach aktiver Mutter und Vaterschaft auseinander. Die Inszenierung „Vater.Rollen” vollzieht den Rechercheweg szenisch nach.

Auswahljury Best Off_trainees

Adele Dittrich Frydetzki (freie Theatermacherin)
Alexander Kohlmann (Anhaltisches Theater Dessau, vorher Staatstheater Braunschweig)
Johannes Kup (Hochschule für Bildende Künste Braunschweig)
Uta Lorenz (Theaterhaus Hildesheim)
Stefani Theis (LOT-Theater Braunschweig)

Termin(e): 23.04.2020 ab 19:00 Uhr
24.04.2020 ab 10:00 Uhr
25.04.2020 ab 13:30 Uhr
Ort

Kulturzentrum Pavillon

  • Lister Meile 4
  • 30161 Hannover
Preise:
VVK 12,00€ (ermäßigt: 8,00€)
AK 17,00€ (ermäßigt: 10,00€)
Trainee-Vorstellungen 5,00€
Festivalpass (vier Vorstellungen) 40,00€ (ermäßigt: 30,00€)
Vorverkauf:

Weitere Informationen zum Festival: www.stnds.de sowie www.festival-best-off.de