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Bühnen

Ballettpremiere: Drei Generationen

Schlichte und humorvolle Eleganz, Kompromisslosigkeit, Verkörperung gesellschaftlicher Fragestellungen – drei Choreografen mit unterschiedlichen Schwerpunkten aus drei Generationen treffen im Opernhaus auf einander.

Beleuchtetes Opernhaus von außen. © Marek Kruszewski

Das Opernhaus Hannover.

Aber auch drei Mal der Blick auf Menschliches: Bei Hans van Manen bilden häufig Paarbeziehungen die Struktur seiner Stücke. Marco Goecke durchleuchtet das Seelenleben des Einzelnen. Emrecan Tanis gibt Machtverhältnissen innerhalb einer Gruppe körperliche Gestalt.

Concertante wurde 1994 von Hans van Manen für das Nederlands Dans Theater kreiert. Der holländische Meister der klassischen Moderne hat ein einzigartiges Gespür für Spannungsverhältnisse, Zuneigung und unterschwellige, dennoch kontrollierte Aggression. In den durch ihn verkörperten Zwiegesprächen ist das ganze Universum der Paarbeziehung zu finden. Hans van Manen hat jenen einzigartigen Stil, der puristisch, reduziert ist und zugleich vor Leidenschaft brodelt.

Nichts war das erste Stück, das Marco Goecke für das Nederlands Dans Theater, das europäische Flaggschiff des modernen Tanzes, choreografiert hat. Nichts zeigt sehr direkt, was den Choreografen damals bewegt hat. "In Nichts empfinde ich alles, was ich schon als junger Mensch, als Student in Holland, gefühlt habe: Die Musik, die ich damals gehört habe, die Rebellion, die damals in mir war, die Sehnsucht nach etwas, der Krieg mit sich selbst und der Wind und die Bäume vor meinem Fenster."

Emrecan Tanis ist ein Nachwuchschoreograf, der am Finnischen Nationalballett als Tänzer engagiert ist. Bereits zwei Mal waren kleinere Stücke von ihm beim Internationalen Wettbewerb für Choreogaphie in Hannover zu sehen. Nun erarbeitet er auf Einladung von Marco Goecke sein erstes Auftragswerk für das Staatsballett Hannover. In seiner Neukreation Rise richtet er sein Interesse auf ein gesellschaftlich und politisch aktuelles Thema: das Verhältnis von Anführer*in und Mitläufer*in, leader und follower. Obwohl er seine Neukreation nicht als politisches Statement versteht, ist die Brisanz der Frage, „Wer kommt eigentlich warum an die Macht?“ von enormer Aktualität. Die wachsende Macht des Einzelnen innerhalb einer Gruppe soll in diesem Stück körperlich sichtbar gemacht werden.

Termin(e): 22.02.2020 ab 19:30 Uhr
04.03.2020 ab 19:30 Uhr
05.03.2020 ab 19:30 Uhr
13.03.2020 ab 19:30 Uhr
18.03.2020 ab 19:30 Uhr
22.03.2020 ab 18:30 Uhr
31.03.2020 ab 19:30 Uhr
10.04.2020 ab 19:30 Uhr
17.04.2020 ab 19:30 Uhr
04.06.2020 ab 19:30 Uhr
09.06.2020 ab 19:30 Uhr
30.06.2020 ab 19:30 Uhr
Ort

Opernhaus Hannover

  • Opernplatz 1
  • 30159 Hannover
Vorverkauf:
Blick auf das in Sonnenlicht getauchte Opernhaus, vorne im Bild ein Abgang zur U-Bahnstation Kröpcke © LHH, Bereich Geoinformation