Bühnen

Der Mordfall Halit Yozgat

Mit fast einem Jahr Verspätung feiert die Oper von Ben Frost am 18. März im Schauspielhaus endlich ihre Uraufführung vor Publikum.

"Der Mordfall Halit Yozgat" thematisiert die Mordserie der Terrorgruppe NSU im Jahr 2006.

Über die Oper

"Der Mordfall Halit Yozgat" ist ein Auftragswerk der Staatsoper Hannover in Koproduktion mit dem Schauspiel Hannover und Holland Festival und sollte eigentlich am 17.04.2020 Premiere haben. Der australische Komponist Ben Frost nimmt den NSU-Mord an dem 21-jährigen Halit Yozgat am 6. April 2006 in einem Internet-Café in Kassel und unseren gesellschaftlichen Umgang mit seinen Folgen zum Anlass für seine Oper. Basierend auf der hochgelobten Installation 77sqm_9:26min des Forschungsteams Forensic Architecture entwarf Ben Frost mit Mitgliedern des Opern- und Schauspielensembles einen Abend über unseren Umgang mit und die Verantwortung gegenüber der Geschichte. Dazu brachte er nicht nur das Opern- und Schauspielensemble zusammen, sondern holte auch Mitglieder des Niedersächsischen Staatsorchesters auf die Bühne und band sie so unmittelbar ins Geschehen ein.

Zur Produktion

REGIE Ben Frost mit Petter Ekman
MUSIKALISCHE LEITUNG Florian Groß
LIBRETTO Daniela Danz
BÜHNE Lisa Däßler, Mirella Weingarten
KOSTÜME Lisa Däßler, Kerstin Krüger
SOUNDDESIGN Carlos Boix
CHOREOGRAFIE Sasha Milavic Davies
DRAMATURGIE Yvonne Gebauer, Friederike Schubert

Sprache Deutsch

Termine

18.03.2022 ab 19:30 bis 21:00 Uhr

Ort

Schauspielhaus
Prinzenstraße 9
30159 Hannover

Die szenische Wiederholung des Tathergangs in der Inszenierung "Der Mordfall Halit Yozgat" kann auf von (rassistischer) Gewalt betroffene Personen retraumatisierend wirken.