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Bühnen

Einer von uns

Theaterstück im Cumberland: Auf Spurensuche nachdem ein Mann in Oslo 77 Menschen tötete.

Rechte Ideologien als Auffangbecken für die Zurückgewiesenen und Zukurzgekommenen

Der norwegische Regisseur Erik Ulfsby zeigt aktuelle Probleme sowohl in Norwegen als auch in Deutschland mit dem Theaterstück "Einer von uns".

Am 22. Juli 2011 tötete ein junger Mann in Oslo und auf der Insel Utøya 77 Menschen. Die meisten Opfer waren Jugendliche eines Sommercamps der norwegischen Sozialdemokraten, die politische Zukunft des Landes. Er tat es strategisch, erschoss einen nach dem anderen, in der grotesken Selbstinszenierung eines Erlösers. Diese Tat hat nicht nur das friedliche Norwegen traumatisiert. Um zu verstehen, was passiert ist, recherchierte die Journalistin und Autorin Åsne Seierstad monatelang, führte Gespräche mit Angehörigen und Weggefährten. Es gibt keine Katharsis. Stattdessen hält das Material die schmerzliche Erkenntnis bereit:

Dieser Mann war "einer von uns"

Im Kampf um Anerkennung im echten Leben verlor er immer wieder. Fünf Jahre verbringt er mit Computerspielen, in denen er Mut und Tatkraft beweisen kann und Verantwortung, Anerkennung und Ruhm erntet – bis er auf islamfeindliche Propagandaseiten im Internet stößt. Er bastelt sich im Digitalen eine Weltordnung zurecht, die während seiner Taten untrennbar mit der Realität verschwimmen wird. Endlich ist er jemand. Er will, dass die Welt seinen Namen nicht vergisst.

Termin(e): 20.03.2019 ab 20:00 Uhr
21.03.2019 ab 20:00 Uhr
22.03.2019 ab 20:00 Uhr
Ort

Cumberland

  • Prinzenstraße 9
  • 30159 Hannover
Preise:
Preis: 20,00 €
Vorverkauf: