Bühnen

Eugen Onegin

Peter Tschaikowskis (1840–1893) Oper nach dem Versroman von Alexander Puschkin ist im Opernhaus Hannover zu sehen.

Barno Ismatullaeva

Gnadenloses Gefühl. Ein Missverständnis: Peter Tschaikowski zeigt in seinem bekanntesten Opernwerk den Grundkonflikt der Moderne: Wie Gefühlskälte und Überdruss wahre Zuneigung zerstören. Er vertonte mit "Eugen Onegin" im Jahre 1879 eines der bekanntesten Werke des russischen Dichters schlechthin, Alexander Puschkin. Dabei setzte er einen Schwerpunkt, der den Absichten des Originals bewusst entgegenläuft: Während Puschkin in beiläufig perlenden Versen seinen Figuren wie ein Insektenforscher mit kühler Ruhe, ja Ironie begegnet, steht bei Tschaikowski die unbedingte Identifikation: Der Komponist litt mit der weiblichen Hauptfigur Tatjana, er war Tatjana, und er gibt ihrem langen Liebesringen mit Eugen am Ende den stillen Triumph mit, nein zu sagen: Es ist zu spät. Es ist das Maximum an Stärke, das in der Resignation über eine unmögliche Liebe denkbar ist: Unsere Liebe lebt noch, aber es ist und bleibt zu spät.

Mitwirkende

Eugen Onegin: James Newby
Tatjana: Barno Ismatullaeva / Lidia Fridman
Olga: Ruzana Grigorian
Lenski: Pavel Valuzhin
Fürst Gremin: Shavleg Armasi / Pavel Chervinsky
Larina: Monika Walerowicz
Triquet: Robert Künzli
Filipjewna: Vera Egorova
Saretzki: Gagik Vardanyan / Yannick Spanier
Ein Hauptmann: Gagik Vardanyan / Yannick Spanier
 
Chor der Staatsoper Hannover, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Musikalische Leitung: James Hendry
Inszenierung: Barbora Horáková
Bühne: Susanne Geschwender
Kostüme: Eva Butzkies
Licht: Sascha Zauner
Chor: Lorenzo Da Rio
Dramaturgie: Martin Mutschler

Termine

01.07.2022 ab 19:30 bis 22:30 Uhr

07.07.2022 ab 19:30 bis 22:30 Uhr

Ort

Opernhaus Hannover
Opernplatz 1
30159 Hannover