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Bühnen

Konstantin Wecker

Das Unrealisierbare realisieren: mit diesem Thema beschäftigt sich Konstantin Wecker in seinem neuen Bühnenprogramm am 28. Dezember im Theater am Aegi.

"Utopia. Eine Konzertreise", so heißt die neue Bühnenproduktion von und mit Konstantin Wecker, bei der Wecker sein Publikum auf eine sehr persönliche Suche nach Utopia mitnehmen wird, eine sehnsuchtsvolle Reise in eine herrschaftsfreie Welt. Zu hören sind neu komponierte Lieder (Alles Allen, Utopia) kombiniert mit (fast) vergessenen, aber noch immer gültigen Titeln (Revoluzzer, Und das soll dann alles gewesen sein), beliebten Wecker-Klassikern, sowie eigenen Texten, Gedichten und Gedanken im Dialog mit solchen von geschätzten Weggefährt*innen, Künstler*innen, Autor*innen, Philosoph*innen und politischen Aktivist*innen.

Träumer gegen Realisten

"Nein ich hör nicht auf zu träumen von der herrschaftsfreien Welt" singt Wecker in seinem Lied "Den Parolen keine Chance". Sein neues Programm führt diesen Gedanken nun konsequent weiter. Utopia ist eine musikalische Laudatio und ein leidenschaftliches künstlerisches Plädoyer dafür, das angeblich "nicht Realisierbare" endlich möglich werden zu lassen bevor die Realisten unsere Welt endgültig zerstört haben.

Utopia ist unmöglich?

Ein Blick in deutsche Wörterbücher verrät viel über Macht und Herrschaft. Dort wird das Wort Utopie als eine "nicht realisierbare Idee" bzw. als "Hirngespinst" und das Adjektiv utopisch als "nach dem Unmöglichen strebend" bezeichnet. Aber wer sagt eigentlich, dass eine Utopie "nicht realisierbar" oder "unwirklich" sein sollte. Und wer hat definiert, dass ein in vielen Momenten schon gelebtes Utopia unmöglich ist?

Jeder Augenblick ist ewig

Es gibt keinen besseren Moment für Utopien als den gegenwärtigen: "Jeder Augenblick ist ewig" singt Konstantin Wecker in seinem Lied SoScheeSchoA und sagt zu seinem Utopia-Projekt: "Wir müssen heute das Utopische gemeinsam suchen, denken, fordern, es leben und dafür handeln! Was wäre die Alternative angesichts der möglichen Vernichtung des gesamten Planeten?"

Kritiken und Visionen

Auf diesem Weg braucht es gemeinsame Entdeckungen und Erlebnisse, die Mut machen, die eigene Angst und Ohnmacht zu überwinden: "Die Vertreter des Machbaren, Notwendigen, des angeblich Realistischen und einzig Realisierbaren hatten lange genug Zeit. Sie können nur zerstören. Ihre Show – oder besser gesagt, ihr Business – darf nicht weiter gehen", sagt Konstantin Wecker. "Es reicht!" Für ihn ist es höchste Zeit für eine umfassende Laudatio, für eine Ode auf all jene Utopist*innen, die seit Jahrhunderten denunziert und verfolgt werden, und die meistens ganz richtig liegen mit ihrer Kritik und ihren Visionen.

Sehnsüchte, Rebellionen und Ideen

Utopia wird eine sehr persönliche und politische Zeitreise in Vergangenheit und Zukunft, um all die eigenen, fremden und kollektiven Sehnsüchte, Rebellionen, Ideen und gelebten Momente zu entdecken, in denen eine herrschaftsfreie Weltgesellschaft heute längst entsteht und lebendig wird.

Termin(e): 28.12.2020 ab 20:00 Uhr
Ort

Theater am Aegi

  • Aegidientorplatz 2
  • 30159 Hannover
Preise:
41,50 € bis 86,35 € ggf. zzgl. Gebühren
Vorverkauf:

Einlass: 19 Uhr