Bühnen

Mal – Embriaguez Divina

Die Wiese neben der Aussichtsterrasse im Großen Garten ist Schauplatz dieser Tanz-Performance.

Peter Hoennemann

Das Böse an sich hat unendlich viele Gesichter. Im portugiesischen Wort „Mal“ besitzt das Wort noch weitere Bedeutungen: das Übel, das Leid, die Qual, der Schrecken und der Schmerz. Mal – Embriaguez Divina ist wie ein Trip durch dessen facettenreiche Ausprägungen, wie ein Traum, in dem – frei vom moralischen Urteil – alles möglich ist. 

In Mal – Embriaguez Divina der kapverdischen Choreografin Marlene Monteiro Freitas tauchen all diese Spielarten des Bösen auf. Eine große Gruppe von Tänzer*innen droht in einem Meer von Papier zu versinken, wird anschließend auf einer Tribüne zum Chor, um sich schließlich in Ekstase zu spielen und zu tanzen.  Die Choreografin spielt in ihrer Arbeit mit Theorien des französischen Schriftstellers und Philosophen Georges Bataille, der das Böse und die Kunst in unmittelbare Nähe zueinander stellt, und der in einem „göttlichen Rausch“ (Embriaguez Divina) einen Aufstand gegen das Gute sieht. Ein Aufruf, mit den Konventionen zu brechen, von den Normen abzuweichen und ihnen eine kreative Kraft entgegenzustellen.

Inspiriert von mythologischen Motiven und Referenzen aus der Hoch- und Popkultur bewegt sich Freitas in einem Spannungsfeld zwischen dem Schönen und dem Schrecklichen und schafft dabei imposante und überwältigende Bilderwelten, die im Gedächtnis bleiben.

Mitwirkende

Mit: Andreas Merk / Betty Tchomanga / Francisco Rolo / Henri „Cookie“ Lesguillier / Hsin-Yi Hsiang / Joãozinho da Costa / Mariana Tembe / Majd Feddah / Miguel Filipe
Choreografie: Marlene Monteiro Freitas
Licht / Bühne: Yannick Fouassier
Sound: Rui Dâmaso
Recherche: Marlene Monteiro Freitas, João Francisco Figueira
Dramaturgie: Martin Valdés-Stauber
Inspizienz / Requisiten: André Calado
Kostüme: Marisa Escaleira
Vertrieb Key Performance Stockholm
Produktionsassistenz: Lander Patrick de Andrade
Bühnenbildassistenz: Miguel Figueira