Bühnen

Neuer Termin: Farm Fatale

"Willkommen in einer postapokalyptischen Welt" heißt es am 6. Juni (statt 22. Mai) auf der Wiese neben der Aussichtsterrasse im Großen Garten.

Szene aus "Farm Fatale"

Menschen gibt es keine mehr und so gut wie alle Tiere sind ausgestorben. Einzig ein paar Vogelscheuchen stehen noch, obgleich es weder Vögel zu vertreiben noch Erntefelder zu bewachen gibt. Ihrer eigentlichen Aufgabe beraubt, gründen sie einen Piratensender und werden zu Botschafter*innen zwischen der alten verschwundenen und einer möglichen besseren Welt.  Sie diskutieren auf Sendung über Turbokühe, Insektensterben und Pestizide: die Schattenseiten der industrialisierten Landwirtschaft, die zum Verschwinden der Natur geführt haben. Neben einem Klangarchiv der verstummten Natur gehört zu diesem ungewöhnlichen Programm ein Interview mit der letzten Biene auf dem Planeten – die tragischerweise nur Schwyzerdütsch spricht.

Mit Mistgabeln als Mikrofonständern und Strohballen als Protestplakaten werden die Vogelscheuchen zu Aktivist*innen, die mit ihrer Mischung aus trauriger Sanftmütigkeit und charmanter Tollpatschigkeit, unterlegt von seichter Popmusik, vor Augen führen: No nature, no future!

Der französische Regisseur Philippe Quesne – bekannt für seine erfinderischen Bühnenbilder und bizarren Endzeitszenarios – entwirft in Farm Fatale eine absurd-magische Realität, die aktuelle ökologische und politische Themen in fröhliche Poesie verpackt. Wenn die Vogelscheuchen mit aktivistischem Eifer und träumerischer Unbeholfenheit die Erneuerung der Welt vorbereiten, entsteht der leise Hoffnungsschimmer, dass noch nicht alles verloren ist.

Mitwirkende

Mit: Raphael Clamer, Léo Gobin, Damian Rebgetz, Julia Riedler, Gaëtan Vourc’h
Konzept / Bühnenbild / Regie: Philippe Quesne
Dramaturgie: Martin Valdès-Stauber / Camille Louis

Sprache:  Englisch mit deutschen Übertiteln