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Bühnen

Premiere: Die drei Spinnerinnen

Musiktheater für Kinder: Das Stück nach dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm feiert am 6. April Premiere im Ballhof Eins - für Kinder ab acht Jahren.

"Es war ein Mädchen faul und wollte nicht spinnen" - so beginnt das Grimmsche Märchen von den drei Spinnerinnen.

Handlung

Eine Mutter möchte ihre Tochter für die Arbeit am Spinnrad begeistern. Diese jedoch hasst das Spinnen und verfällt schon bei dem Gedanken daran in eine Lähmung. Unglücklicherweise kommt gerade die Königin vorbei, als die Vorwürfe der Mutter und das Jammern des Kindes wieder einmal besonders lautstark auf die Straße dringen. Und um sich vor der Königin wegen der Faulheit ihrer Tochter nicht schämen zu müssen, erklärt die Mutter den Streit mit einer Lüge: Das Kind wäre nicht vom Spinnen abzubringen und hätte nichts anderes im Kopf.

Beeindruckt von dem Fleiß des jungen Mädchens, nimmt die Königin das Mädchen mit ins Schloss, wo sie einen ganzen Berg von Flachsspinnen bewältigen soll. Als Lohn für ihre Arbeit soll sie den Prinzen heiraten dürfen. In seiner Not erscheinen dem Mädchen drei missgestaltete alte Frauen, die ihre Hilfe anbieten, wenn sie danach zur Hochzeit eingeladen werden. Und tatsächlich verarbeiten die drei den Flachs heimlich in Rekordzeit. 

Da erscheinen die drei Helferinnen als Gäste auf der Hochzeit, und als der Prinz sie fragt, woher ihre Missbildungen kommen, erklären sie es mit dem dauernden Spinnen, worauf der Prinz seiner Zukünftigen verbietet, jemals wieder das Spinnrad anzurühren.

Win-win-Situation

Es ist ein Happy-End, das offensichtlich auf nicht ganz saubere Weise zustande kommt. Denn es beruht auf einem doppelten Betrug, mit dem die Königin und der Prinz hinters Licht geführt werden. Dennoch dürften damit alle ihr Glück gefunden haben, und so hätte der Zweck die Mittel geheiligt. 

Doch jenseits einer so simplen und moralisch etwas zweifelhaften Botschaft wirft die Geschichte die Frage auf, wie man sich von der Fremdbestimmtheit durch von anderen herangetragene Ansprüche befreien kann, um sein Leben nach eigenen Wünschen zu gestalten. 

Hintergrund

Auf ein Libretto von Klaus Angermann schreibt der Komponist und Dirigent Gregor A. Mayrhofer, ein Schüler von Jan Müller-Wieland und Manfred Trojahn, die Musik zu dieser durchtriebenen Geschichte. Er arbeitete bereits mit vielen internationalen Orchestern und Ensembles zusammen und erhielt Kompositionsaufträge u.a. von der Bayerischen Staatsoper, dem Bayerischen Rundfunk, der Münchner Biennale und dem Orchester der Deutschen Oper Berlin.

Termin(e): 06.04.2018 
von 11:00 bis 13:00 Uhr
11.04.2018 
von 11:00 bis 13:00 Uhr
26.04.2018 
von 11:00 bis 13:00 Uhr
29.04.2018 
von 15:00 bis 17:00 Uhr
16.05.2018 
von 11:00 bis 13:00 Uhr
17.05.2018 
von 11:00 bis 13:00 Uhr
23.05.2018 
von 11:00 bis 13:00 Uhr
07.06.2018 
von 11:00 bis 13:00 Uhr
13.06.2018 
von 11:00 bis 13:00 Uhr
Ort

Ballhof Eins

  • Ballhofplatz 5
  • 30159 Hannover
Vorverkauf:

Produktion empfohlen ab Klasse 3.

Foyer eines Theaters. © Schauspiel Hannover (Quelle)