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Bühnen

Sebastian Krämer

Hannover-Premiere: "Im Glanz der Vergeblichkeit" heißt Krämers neues Chanson- und Kabarettprogramm, das er am 20. Februar im Apollo dem hiesigen Publikum vorstellt.

Ein Mann in schwarzem Jackett mit leicht deprimiertem Gesichtsausdruck. © David Oliveira

Sebastian Krämer

Während sich der zeitgenössische Deutschpop in der Exaltierung von Emotionen gefällt, verlegt sich Sebastian Krämer aufs Gegenteil: beispielhafte Contenance als Umzäunung beispielloser Abgründe. Vergnügte Elegien (ein Genre, das zu diesem Zweck eigens erfunden werden musste) führen den Beweis: Schlimmes kann durchaus bekömmlich sein – wenn man es gekonnt anrichtet. Die Quellen, aus denen Sebastian Krämer seine etwas anderen Stimmungslieder schöpft, sind dunkel. Unter der Oberfläche beschwingter Melodien und eleganter Erzählungen schwelen Unheil, Trauer, Verlorenes, Vergebliches. 

Von lieblich bis derb

Dieser Chansonnier und Pianist beherrscht die Kunst der Modulation auf allen Ebenen. Oder ist er ihr selbst hilflos ausgeliefert? Sebastian Krämers musikalisches Vokabular reicht von Swing bis Wiener Schule. In den Kommentaren gibt er sich kapriziös, in den Liedern lieblich bis derb. Und je burlesker die Fassade, desto filigraner die Botschaft. Das ist Klagen auf hohem Niveau. Und dieses Niveau wurde mit Auszeichnungen belohnt: Sebastian Krämer erhielt 2009 den Deutschen Kleinkunstpreis, 2012 den Deutschen Kabarettpreis und 2017 den Deutschen Musikautorenpreis der GEMA sowie den Deutsch-Französischen Chansonpreis.

Termin(e): 20.02.2018 
von 20:15 bis 22:15 Uhr
Ort

Apollo-Kino

  • Limmerstraße 50
  • 30451 Hannover
Preise:
Eintritt 22,00 €
Ermäßigt 19,00 €
Vorverkauf: